Bei den Starts haben sich laut Mike Leitner viele Fahrer an Dani Pedrosa orientiert

MotoGP 2014

— 09.10.2014

Leitner: Pedrosa revolutionierte die Starts in der MotoGP

Dani Pedrosas Crewchief spricht über die Bedeutung und die Entwicklung der Starts in der MotoGP und begründet, warum sein Schützling nicht mehr führend ist

Jahrelang galt Honda-Werkspilot Dani Pedrosa als bester Starter im MotoGP-Feld. Doch spätestens seit der vergangenen Saison musste Pedrosa hinnehmen, dass die Konkurrenz aufgeschlossen hat. Jorge Lorenzo überraschte in der Saison 2013 mit seinen Blitzstarts und aggressiven ersten Runden. "Viele Fahrer haben sich Danis Starts angesehen. Und sie haben reagiert. Das ist eindeutig", bemerkt Crewchief Mike Leitner im Gespräch mit 'MotoMatters'. Leitner ist überzeugt, dass sich die anderen Piloten die Starts von Pedrosa genau angesehen haben.

"Jorge machte im vergangenen Jahr große Fortschritte, was die Starts angeht. Er war zu Beginn der Rennen extrem schnell. Dann stürzte er in diesem Jahr in Doha. Daraufhin hat er einen Schritt zurück gemacht", analysiert Leitner. "Alle Fahrer sind darauf vorbereitet, beim Start der Rennen von Beginn an zu pushen. Ich denke nicht, dass wir uns verschlechtert haben. Ich denke, wir sind auf dem Level geblieben. Wir waren bereits am Limit, doch die anderen haben sich gesteigert."

"Dani war einer der ersten Fahrer, die erkannten, wie wichtig der Start ist. Deswegen suchte er nach Verbesserungen. Die anderen Fahrer haben sich natürlich gefragt, wie er das macht. Dann haben sie begonnen, daran zu arbeiten", erklärt Pedrosas Crewchief. In der laufenden Saison tat sich Pedrosa bei den Starts oft schwer. Leitner macht die geringen Abstände im Qualifying und die weichen Reifen der Factory-2-Piloten dafür verantwortlich.

Teamkollege Marc Marquez verlor bei einigen Starts viele Positionen. Lässt sich die Honda RC213V schlechter starten als die Yamaha M1 und die Ducati Desmosedici? Oder ist Marquez kein guter Starter? "Ich würde nicht behaupten, dass er schlecht startet. Vielleicht sind die Starts nicht gerade seine größte Stärke, doch einige Starts waren brillant", erklärt Pedrosas Crewchief.

"Bei einem Start benötigt man auch etwas Glück, vor allem wenn man aus der zweiten Reihe ins Rennen geht. Man kann nicht alles planen. Es muss sich eine Lücke ergeben", stellt Leitner klar. "Wenn man Pech hat, muss man vom Gas gehen, weil man sonst in ein anderes Motorrad fährt. Wenn die Fahrer ihre Linien wechseln, kann man nichts machen. Es ist ziemlich bizarr."

"Es ist immer eine Kettenreaktion, denke ich. Der erste Fahrer macht etwas, der Zweite reagiert darauf und plötzlich befindet man sich mitten im Feld, wo einige Dinge passieren können", schildert der HRC-Mitarbeiter, der weiß, wie schnell es in der Startphase zu einem Unfall kommt. "Ich denke, man benötigt sehr schnelle Reaktionen. Man muss vorsichtig sein, dass man keinen Fehler macht."

Fotoquelle: Honda ProImages

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