MotoGP in Motegi: Freitag

MotoGP 2014

— 11.10.2014

Rossi scheitert knapp an der Pole, Renntempo bereitet Sorgen

55 Tausendstelsekunden trennen Valentino Rossi in Motegi von seiner ersten Pole-Position seit vier Jahren: Ist der Yamaha-Pilot auch im Rennen vorn dabei?

Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi überraschte beim Qualifying zum Grand Prix von Japan mit Startplatz zwei. Bisher zählte das Qualifying nicht zu Rossis Stärken, doch in Motegi war der Routinier zur richtigen Zeit am richtigen Ort und setzte sich nach dem ersten Stint an die Spitze. Beim zweiten Versuch steigerte sich Rossi noch einmal, konnte die Pole-Position von Andrea Dovizioso aber nicht verhindern. Der Ducati-Pilot war 0,055 Sekunden schneller als Rossi und holte die erste Pole-Position seit 2010.

"Ich bin sehr glücklich und zufrieden, obwohl Dovi mir die Pole-Position noch weggeschnappt hat. Aber der zweite Platz ist für morgen auch sehr gut", erklärt Rossi. "Es ist sehr wichtig, aus der ersten Reihe zu starten. Wir haben das Motorrad für das Qualifying ziemlich verbessert, denn während des Trainings war ich zwar nicht schlecht, aber herausragend schnell."

"Mein Tempo war nicht gut genug, aber im Qualifying haben wir uns dann verbessert. Wir hoffen, dass ich mit diesem Setup auch morgen im Rennen etwas schneller sein kann. Ich werde das Maximum geben", verspricht Rossi seinen Fans. Der 35-Jährige stand vor vier Jahren zum bisher letzten Mal auf dem besten Startplatz. Die Pole-Position in Motegi war zum Greifen nah.

Renntempo: Rossi macht sich Sorgen

"Meine bisher letzte Pole-Position liegt mehr als vier Jahre zurück. Der zweite Startplatz ist für das morgige Rennen sehr wichtig. Viele Fahrer liegen eng beieinander und fahren ein ähnliches Tempo. Aus der ersten Reihe zu starten, ist eine gute Voraussetzung für das Rennen", bemerkt Rossi, der sich etwas um sein Renntempo sorgt: "Wir haben hart gearbeitet und gute Ergebnisse erzielt. Es ist noch ein bisschen ungewiss, weil mein Tempo in den Freien Trainings gut, aber nicht besonders gut, war."

"Es scheint, als ob die Ducatis, Pedrosa und vor allem Marc und Jorge etwas schneller sind als ich. Wir konnten das Setup für das Qualifying deutlich verbessern. Ich fühlte mich sehr gut und konnte hart pushen. Meine Strategie war gut. Ich war zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle", schildert der Italiener. "Wir müssen verstehen, ob die Modifikation auch beim Renntempo Fortschritte ermöglicht."

Die Fingerverletzung, die Rossi am Freitag behinderte, verursachte durch die Aufregung weniger Schmerzen: "Ich machte mir Sorgen um den Finger. Freitag hatte ich größere Schmerzen. Heute war es besser. Das Adrenalin im Qualifying war eine Hilfe. Ich habe noch ein paar Schmerzen, doch ich habe Gefühl und Kraft, um hart zu Bremsen", berichtet der Yamaha-Werkspilot, der Teamkollege Jorge Lorenzo etwas verärgerte.

Lorenzo beschwert sich über Rossi

Lorenzo beschwerte sich nach dem Qualifying über Rossi. "Ich war beim zweiten Versuch hinter Jorge. Doch ich habe nicht auf ihn gewartet. Ich wollte als Letzter auf die Strecke gehen. So ist das Qualifying nun einmal. Mir ereilte unzählige Male das gleiche Schicksal", bemerkt Rossi und bewertet die Aussagen seines Teamkollege nicht über.

"Die ersten acht Fahrer liegen innerhalb von drei Zehntelsekunden. Es ist sehr wichtig, in den 15 Minuten die richtige Strategie zu haben, weil die zwölf schnellsten Motorräder auf der Strecke sind und jeder durch die neuen Reifen sehr schnell ist. Es ist wichtig, eine gute Runde zu erwischen und gleichzeitig nicht einem Gegner zu helfen. Normalerweise bin ich im Qualifying ziemlich schlecht, doch heute war ich in der richtigen Position", so der WM-Dritte.

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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