MotoGP auf Phillip Island: Pre-Events

MotoGP 2014

— 18.10.2014

Marquez schnappt sich die Phillip-Island-Pole

Marc Marquez sichert sich auf Phillip Island die Pole-Position, Cal Crutchlow landet sensationell auf dem zweiten Platz - Jorge Lorenzo komplettiert erste Startreihe

Weltmeister Marc Marquez hat sich seine zwölfte Pole-Position der Saison gesichert. Der Honda-Werksfahrer setzte sich im australischen Phillip Island in einer spannenden Zeitenjagd durch und fuhr mit 1:28.408 Minuten die schnellste Zeit. Nachdem er zuletzt in Japan die erste Startreihe verpasste hatte, ist Marquez nun wieder auf dem besten Startplatz. Im Moto3-Qualifying hatte sich bereits sein jüngerer Bruder Alex die Pole-Position gesichert.

Die große Überraschung des Qualifyings war Ducati-Werkspilot Cal Crutchlow als Zweiter. Der Brite war lediglich um 0,234 Sekunden langsamer als Marquez. Crutchlow nutzte den weichen Open-Hinterreifen und wird zum ersten Mal in diesem Jahr aus der ersten Reihe angreifen. Auch Jorge Lorenzo war auf Kurs zur Pole-Position, doch der Sieger der vergangenen beiden Rennen musste sich am Ende mit Platz drei zufrieden geben. Auf Marquez fehlten dem Yamaha-Werksfahrer 0,242 Sekunden.

In den letzten Minuten von Q1 fielen erste Regentropfen und alle Fahrer kehrten an die Box zurück. Es fing allerdings nicht stärker zu regnen an und in Q2 konnte mit Slicks gefahren werden. Die Strecke war aber stellenweise feucht, weshalb die Fahrer bei der entscheidenden Zeitenjagd Vorsicht walten lassen mussten. Zunächst ging Lorenzo als Erster auf die Strecke, doch nach den ersten schnellen Runden hielt Dani Pedrosa (Honda) die Bestzeit.

Am Ende setzte sich aber schließlich der alte und neue Weltmeister durch. "Es lief wirklich gut, ich freue mich wirklich über die Pole. Nach Japan sieht es hier wieder nach einem tollen Wochenende für mich aus", sagt Marquez gut gelaunt. "Ich fühle mich gut, obwohl wir zu Beginn im ersten Training noch Probleme hatten. Aber danach haben wir einen Weg gefunden, um gut mit diesem neuen Hinterreifen umzugehen."

Crutchlow überrascht als Zweiter

Allerdings hat Marquez vor allem Lorenzo auf der Rechnung: "Morgen wird es ein hartes Rennen werden, denn besonders Yamaha ist hier stark. Sie haben eine gute Pace, aber trotzdem konnte ich im vierten Training gut und konstant fahren. Wir sind also bereit." Crutchlow war als Zweiter der beste Ducati-Fahrer, und zum ersten Mal seit Malaysia im Vorjahr steht der Brite in der ersten Reihe. Seine Freude war ihm anzusehen.

"Es läuft an diesem Wochenende wieder viel besser. Ich denke, dass wir alle Probleme mit den Reifen hatte, also bin ich sehr zufrieden, für Ducati diese erste Reihe erreicht zu haben", sagt Crutchlow. "Sie haben es verdient, wir haben das gesamte Wochenende über hart gearbeitet. Es ist das gleiche Motorrad, dass ich bereits beim Test in Sepang und hier hatte. Ich habe das gleiche Setup verwendet. Ich freue mich, dass ich es auf dem alten Motorrad in die erste Reihe geschafft habe. Vielen Dank an das Team. Ich hoffe, dass wir morgen ein gutes Rennen haben werden."

Lorenzo probierte an diesem Wochenende ein windschlüpfrigere Verkleidung an seiner Yamaha aus. Von Startplatz drei nimmt der Spanier seinen dritten Sieg in Folge ins Visier. "Am gesamten Wochenende hatten alle Probleme mit dem Grip. Ganz besonders am Kurvenausgang, aber auch im Eingang und in der Mitte der Kurve", schildert Lorenzo. "Die Reifen sind härter, also ist schwierig, die gleiche Pace wie im vergangenen Jahr zu haben. Wir sind eine bis eine halbe Sekunde langsamer."

"Aber es ist für alle gleich und ich denke, dass wir ein sehr gutes Setup haben." Deshalb rechnet sich Lorenzo am Sonntag alle Chancen aus: "Wir sind sehr zufrieden, denn wir haben eine konstante Pace. Ich fuhr zwei sehr schnelle Runden, aber es war nicht genug, um es auf die Pole-Position zu schaffen. Der dritte Platz ist trotzdem gut. Unsere Rivalen Rossi und Pedrosa stehen dahinter, also bin ich zufrieden." Zwischen den drei Fahren geht es noch um den Vizeweltmeistertitel.

Rossi in Reihe drei

Die zweite Reihe wird von Tech-3-Pilot Bradley Smith angeführt. Zum letzten Mal stand der Brite in Brünn auf dem vierten Startplatz. Pedrosa konnte in seinem zweiten Versuch nicht zulegen und wurde noch auf Rang fünf zurückgereicht. Der Spanier musste zunächst in Q1 antreten, da er nach den drei Freien Trainings nicht in den Top 10 war. Q1 war für Pedrosa aber eine leichte Übung, denn er setzte sich mit 1:29.097 Minuten souverän gegen Hiroshi Aoyama (Aspar-Honda) durch.

Aleix Espargaro (Forward-Yamaha) nutzte ebenfalls den weicheren Open-Hinterreifen und fuhr auf Startplatz sechs. Die Positionen in der dritten Reihe gingen an Andrea Iannone (Pramac-Ducati), Valentino Rossi (Yamaha) und Pol Espargaro (Yamaha). Rossi fehlten 0,548 Sekunden auf Marquez. Da die Zeiten eng beisammen lagen, bedeutete das Startplatz acht.

Noch vor einer Woche jubelte Andrea Dovizioso in Motegi über die Pole-Position, doch auf Phillip Island blieb der Italiener klar über den Zeiten seines Ducati-Teamkollegen Crutchlow. Dovizioso belegte nur den zehnten Startplatz. Dahinter folgte Stefan Bradl (LCR-Honda) als Elfter. Der Rückstand des Deutschen betrug sieben Zehntelsekunden. Zwölfter und Letzter wurde Aoyama mit der Open-Honda.

Der Brite Scott Redding (Aspar-Honda) blieb schon in Q1 als Dritter hängen und wird am Sonntag als 13. starten. Sein Teamkollege Nicky Hayden musste sich hinter Hector Barbera (Avintia-Ducati) anstellen und kam auf Startplatz 15. Alvaro Bautista erlebte mit der Factory-Honda eine weitere Enttäuschung und qualifizierte sich nur als 17. Broc Parkes, der einzige Australier im Feld, wurde mit seiner PBM-Aprilia Vorletzter. Der Grand Prix über 27 Runden startet am Sonntag um 07:00 Uhr MESZ.

Fotoquelle: Repsol

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