MotoGP auf Phillip Island: Pre-Events

MotoGP 2014

— 20.10.2014

Aleix Espargaro kritisiert Bradl: "Ich kann es nicht verstehen"

Nach dem sturzreichen Australien-Grand-Prix herrscht eine angespannte Stimmung: Aleix Espargaro und Dani Pedrosa rechnen mit Stefan Bradl und Andrea Iannone ab

Beim ereignisreichen Grand Prix auf Phillip Island sahen von den 23 Startern nur 14 Fahrer die Ziellinie. Somit punkteten alle Piloten, die das Rennen beendeten. Viele Fahrer hatten bei den niedrigen Temperaturen Probleme mit den Bridgestone-Reifen, einige andere wurden Opfer von bermotivierten Aktionen ihrer Kollegen. Aleix Espargaro und Dani Pedrosa schieden durch Kollisionen aus dem Rennen aus.

Pramac-Pilot Andrea Iannone, der nach einem guten Start ins Heck von Cal Crutchlows Ducati fuhr, fiel zu Beginn weit zurck. Nachdem der Italiener Positionen gutmachen konnte, lief er auf die Verfolgergruppe auf. In Kurve vier verschtzte sich der Ducati-Pilot und konnte der Werks-Honda von Pedrosa nicht mehr ausweichen. Iannone traf das Heck von Pedrosa und strzte. Pedrosas Honda RC213V wurde beim Zusammensto beschdigt. Das Rennen war fr den Brnn-Sieger damit vorzeitig beendet.

Stefan Bradl hatte bei diesem Zwischenfall Glck. Der LCR-Pilot fuhr hinter Pedrosa und sah, wie sich Iannone viel zu spt innen vorbeibremste. Durch den Zusammensto von Iannone und Pedrosa musste Bradl in Kurve vier eine weite Linie whlen. Acht Runden vor Rennende unterlief Bradl ein hnlicher Fehler. Beim Anbremsen von Kurve vier verschtzte sich der Deutsche und rumte Forward-Pilot Aleix Espargaro ab.

Der Spanier war nach dem Zwischenfall verrgert und schimpfte ber seinen Nachfolger bei Forward. Bereits beim Grand Prix in Indy fuhr Bradl ins Heck von Espargaros Open-Yamaha. "Es ist das zweite Mal. Ich kann es nicht verstehen", rgert sich Espargaro, der Bradl stark kritisiert: "Er fhrt seine dritte Saison mit dem besten Motorrad im Feld und er fhrt immer hinterher. Es ist das zweite Mal, dass er mir ins Heck fuhr."

"Ich bin sehr frustriert, weil wir mit einer Open-Maschine in der Meisterschaft um den sechsten Platz kmpfen. Wir haben wegen ihm zwei Mal Punkte verloren", wettert Espargaro, der bis zu seinem Ausfall eine beachtliche Aufholjagd zeigte: "Ich berholte viele Fahrer. Ich konnte Dani, Iannone, Dovizioso und meinen Bruder. Dann war ich Vierter oder Fnfter. Ich erkannte, dass ich ein sehr gutes Tempo fuhr. Ich habe wahnsinnig gepusht. Ich sah, dass Lorenzo Probleme bekam und wollte ihn einholen. Dann leistete ich mir einen kleinen Fehler. Dadurch konnte mein Bruder vorbeigehen. Und dann traf mich Stefan."

Und auch Landsmann Pedrosa hatte fr Iannones Aktion wenig Verstndnis: "Ich befand mich in einer Gruppe und war in einer schlechten Position. Wenn man in einer groen Gruppe kmpft, ist das Risiko hoch, in einen Zwischenfall verwickelt zu werden", wei der Routinier. "Ich beobachtete bereits in der ersten Kurve, wie Iannone einen Fehler machte und beinahe in Cal Crutchlows Maschine fuhr. Ich machte mir bereits Sorgen und fragte mich, wann er wieder von hinten herankommt. Er machte einen weiteren Fehler."

"Er ist ein Fahrer, der in dieser Saison schon mehr als einen anderen Fahrer vom Motorrad fuhr. Es war ein groer Fehler. Vielleicht lernt er es einfach nicht. Aber das muss er", betont Pedrosa, der mit Iannones Risikobereitschaft nicht zufrieden ist: "Man kann sich einen Fehler leisten. Das kann jeder verstehen. Doch wenn man Wochenende fr Wochenende so fhrt, dann holt man andere Fahrer von ihren Motorrdern. Das ist nicht akzeptabel."

Fotoquelle: LCR-Honda

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