Von 23 gestarteten Fahrern sahen in Australien nur 14 die Ziellinie

MotoGP 2014

— 21.10.2014

Bridgestone schiebt Reifenprobleme aufs Wetter

Beim Grand Prix in Australien beschwerten sich zahlreiche Piloten über die Vorderreifen: Bridgestone macht die niedrigen Temperaturen und den Wind verantwortlich

Der diesjährige Australien-Grand-Prix verlief weniger chaotisch als das Rennen vor einem Jahr, bot den Zuschauern aber dennoch mehr Abwechslung als den Fahrern lieb war. Lediglich 14 Piloten sahen am Sonntag die Zielflagge. Somit punkteten alle Fahrer, die das Rennen beenden konnten. Viele Fahrer stürzten beim Anbremsen. Da die Temperaturen im Laufe des Rennens abfielen und der Wind zunahm, kühlten vor allem die Vorderreifen stark ab.

"Am Nachmittag kam es zu einem Abfall der Umgebungstemperatur. Zudem wurde der Wind intensiver und hatte eine kühlende Wirkung. Diese beiden Faktoren sorgten für schwierige Bedingungen", erklärt Shinji Aoki, der Entwicklungschef der Bridgestone-Motorsportabteilung. "Die Änderungen wirkten sich nicht besonders stark auf die Hinterreifen aus. Viele Fahrer wählten den weichen Hinterreifen, doch beim Vorderreifen entschieden sich einige Fahrer für den extraweichen Slick anstatt dem weichen Slick."

Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo kritisierte Bridgestone nach dem Rennen und wirkte sehr enttäuscht. Der Spanier verpasste durch das Reifenproblem den Sieg und büßte im Kampf um den Vizetitel fünf Punkte auf Valentino Rossi ein. Ducati-Pilot Cal Crutchlow stürzte in der letzten Runde und vergab einen sicheren Podestplatz. WM-Leader Marc Marquez ging ebenfalls zu Boden.

"Die frischen und windigen Bedingungen steigerten die Herausforderung auf Phillip Island - der Strecke mit der höchsten Durchschnittsgeschwindigkeit im MotoGP-Kalender. Die Performance der Reifen über die 27 Runden war sehr konstant, doch leider gab es in der Schlussphase einige Zwischenfälle", bedauert Aoki. "Die kühlende Wirkung der niedrigen Umgebungstemperaturen und des Winds haben in der Vergangenheit oft für schwierige Bedingungen gesorgt. Das Rennen am Sonntag war ein weiteres Beispiel, wie schnell sich die Dinge beim Australien-Grand-Prix ändern können."

Erstmals kam der neue asymmetrische Vorderreifen zum Einsatz, der laut Bridgestone bei den Fahrern positive Feedbacks erzeugte. "Die Aussagen der Fahrer und der Datenaufzeichnungen belegen, dass dieser neue Reifen unsere Entwicklungsziele erreicht hat", stellt Aoki klar. "Er vermittelt beim Bremsen das gleiche Gefühl wie ein konventioneller Reifen, doch durch die weiche Flanke hat er mehr Haftung und ein besseres Aufwärmverhalten."

"Die Fahrer, die den Reifen verwendeten, hatten ein gutes Gefühl beim Bremsen und fühlten keinen Unterschied beim Übergang zwischen den Gummimischungen. Die meisten Fahrer wählten diesen Reifen für das Rennen. Das zeigt, wie gut sie damit zurechtkamen", berichtet Aoki. "Wir werden in der Zukunft weiterhin asymmetrische Vorderreifen bereitstellen. Beim Saisonfinale in Valencia nehmen wir einen asymmetrischen Vorderreifen mit ins Aufgebot."

Fotoquelle: Repsol

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