Marc Marquez steuert seine Honda RC213V mit dem Hinterrad

MotoGP 2014

— 28.10.2014

Redding: Marquez fährt wie Stoner

Der Gresini-Pilot analysiert den spektakulären Fahrstil von Marc Marquez und ist überzeugt, dass der Spanier seine Gegner zusätzlich motiviert hat

Marc Marquez hat die MotoGP verändert. Davon ist Gresini-Honda-Pilot Scott Redding überzeugt. Der Brite, der sich in der Saison 2012 mit Marquez in der Moto2 duellierte, ist sich sicher, dass der Spanier durch seine Erfolge das Denken der Gegner veränderte. Anstatt auf Nummer sicher zu gehen, müssen Jorge Lorenzo, Dani Pedrosa und Valentino Rossi in jeder Session an ihr Limit gehen, wenn sie Marquez herausfordern möchten.

"Es gibt jetzt mehr Überholmanöver, denke ich. Warum das so ist, weiß ich nicht. Ich vermute, die anderen Fahrer haben mehr Motivation, weil er der neue Typ ist, der kam und alle besiegte. Sie haben etwas zugelegt", grübelt Redding im Gespräch mit 'Crash.net'. "Die Fahrer kämpfen um jeden Punkt, den sie holen können, anstatt ihre Positionen zu halten und an die Meisterschaft zu denken."

Im Vergleich zu seinen Konkurrenten setzt Marquez auf einen anderen Fahrstil. Der 21-Jährige bewegt sich ständig am Limit und oft darüber hinaus, rettet mit erstaunlicher Regelmäßigkeit Beinahestürze und verpasste offensichtlich Bremspunkte. Marquez ist sicher nicht der Fahrer mit dem saubersten Fahrstil und der größten Präzision, doch die Rundenzeiten und Siege sprechen für den spektakulären Fahrstil des viermaligen Weltmeisters.

Redding sieht Parallelen: "Wir haben einen ziemlich ähnlichen Fahrstil. Er lenkt das Motorrad aber anders mit dem Hinterrad, doch das tat Casey Stoner vorher auch schon so. Sein Fahrstil ist dem von Stoner sehr ähnlich", schildert der Brite, der sich momentan schwer tut, mit seiner Honda RCV1000R den Marquez-Fahrstil anzuwenden. Vor allem die weicheren Hinterreifen sind dabei ein Hindernis.

"Mit der Open-Honda ist das schwierig, weil man nicht das gleiche Gefühl hat. Wir verwenden andere Reifen, Bremsen und Federelemente. Ich versuchte immer, neue Dinge zu lernen und ein besseres Gefühl für das Motorrad zu erhalten. Ich möchte das Heck auch etwas mehr rutschen lassen, doch mit dem weichen Reifen geht das nicht so gut", erklärt der Moto2-Vizeweltmeister der Saison 2013.

Fotoquelle: Repsol

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