In Aragon fuhr Cal Crutchlow zum bisher einigen Mal mit Ducati aufs Podest

MotoGP 2014

— 01.11.2014

Crutchlow: Iannone bekam mehr Unterstützung

Cal Crutchlow blickt auf seine schwierige Saison bei Ducati: Andrea Iannone wurde vom Werk mehr unterstützt - Bei LCR-Honda ist die Situation mit Tech 3 vergleichbar

Cal Crutchlow hat seiner schwierigen Saison bei Ducati im Laufe der vergangenen Wochen neuen Schwung verliehen. Beim Chaosrennen in Aragon fuhr der Brite als Dritter auf das Podest. In Australien eroberte er im Qualifying den zweiten Startplatz und lag bis kurz vor Rennende sensationell auf dem zweiten Platz, bis er noch stürzte. Auch in Japan und Malaysia präsentierte sich Crutchlow stärker als die meiste Zeit des Jahres, obwohl er keine zählbaren Resultate erobern konnte.

Bemerkenswert an seiner Leistungssteigerung ist auch die Tatsache, dass der 29-Jährige praktisch mit dem Motorrad vom Saisonanfang fährt. Er erhielt im Gegensatz zu Andrea Dovizioso und Andrea Iannone keine Updates. Crutchlow bekam weder die Motorausbaustufen noch die überarbeitete GP14.2. Obwohl der Brite in Werksfarben unterwegs ist und Iannone bei Pramac fährt, entstand schon früh in der Saison der Eindruck, dass der Italiener von Ducati mehr unterstützt wird als Crutchlow.

"Das war von Beginn an der Fall. Mein Team ist großartig zu mir. Man könnte meinen, dass ich nicht die Ergebnisse geholt habe und es für mich dadurch schwieriger wurde", schätzt Crutchlow die Situation bei 'Crash.net' ein. "Ich bin aber auch der Meinung, dass ich nicht gut genug gefahren bin. Ich kann mich also nicht beschweren. Dann habe ich natürlich im Sommer meine Entscheidung getroffen."

Als klar wurde, dass der Brite den italienischen Hersteller mit Saisonende verlassen wird, wurde Iannone noch stärker in die Entwicklung eingebunden, denn er wird im kommenden Jahr im Werksteam fahren. "Iannone ist ein Werksfahrer, er wurde schon immer vom Werk bezahlt", meint Crutchlow über die enge Verbindung zu Pramac. "Ich glaube auch, dass er schon zu Saisonbeginn mehr Unterstützung erhalten hat als ich."

"Ich gebe Ducati nicht die Schuld dafür, denn so war es eben. Ducati hat drei Werksfahrer, nur einer davon fährt in einem anderen Team. Trotzdem fühle ich mich nicht als Außenseiter, aber ich denke, dass es für einen Nicht-Italiener in einem italienischen Team schwierig ist. In Australien hat man aber gesehen, dass mein Team mich nicht aufgegeben hat. Sie unterstützen mich großartig. Es ging am Anfang auch darum, wer schnell und konkurrenzfähig ist und dadurch die Unterstützung erhält."

Mit dem Wechsel zu Ducati erfüllte sich Crutchlow einen Traum und stieg zum Werksfahrer auf. Allerdings entwickelte sich die Situation nicht wie gewünscht und er unterschrieb für das kommende Jahr bei Lucio Cecchinello und wird Nachfolger von Stefan Bradl. Bei LCR-Honda wird Crutchlow in einer ähnlichen Situation wie bei Tech-3-Yamaha, für das er drei Jahre fuhr, sein. Er erhält von der Basis das gleiche Motorrad wie Marc Marquez und Dani Pedrosa, aber das Werksteam hat für Honda klare Priorität.

Crutchlow ist 2015 wieder ein Kundenfahrer. "Die Unterstützung wird ähnlich sein, wie ich sie bei Tech 3 hatte. Dort konnte ich den Job erledigen. Man wird nie ein vollwertiges Werks-Bike erhalten, weil man nicht im Werksteam ist, aber ich werde Updates bekommen, wenn sie besser sind oder die anderen Jungs sie nicht wollen. Ich war mir sicher, dass ich eine bessere Leistung zeigen kann, wenn ich im nächsten Jahr auf einem anderen Motorrad sitze."

"Das spricht nicht gegen mein Team, denn ich glaube, dass wir im nächsten Jahr eine tolle Saison gemeinsam haben könnten. Aber als ich meine Entscheidung getroffen hatte, war das meine Meinung", hält Crutchlow bei 'Crash.net' fest. Bei LCR wird er der Teamleader sein, denn Jack Miller kommt direkt von der Moto3 in die MotoGP. Der Australier wird bei LCR allerdings die Open-Honda bekommen.

Fotoquelle: FGlaenzel

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