MotoGP-Rookie Jack Miller fuhr am ersten Tag ohne Traktionskontrolle

MotoGP 2014

— 11.11.2014

Solides Debüt: Miller von der MotoGP-Maschine begeistert

Jack Miller spult am ersten Testtag mit der Open-Honda 61 Runden ab und liegt etwa 3,7 Sekunden zurück - Die Karbonbremsen faszinieren den MotoGP-Rookie

Das MotoGP-Debüt von Jack Miller war eines der Highlights des ersten Testtages in Valencia. Der Australier, der die Moto2 auslässt, stieg von der etwa 60 PS starken Moto3-KTM auf die 230 PS starke Open-Honda und sammelte die ersten Erfahrungen mit der Honda RCV1000R. Bei besten Bedingungen spulte Miller 61 Runden ab und äußerte sich begeistert über die Leistung und die Bremsen der MotoGP-Maschine.

"Das Leistungspotenzial der Maschine hat mich überrascht. Doch nach zwei oder drei Stints habe ich mich etwas an die Leistung gewöhnt", berichtet Miller, der von den Karbonbremsen begeistert ist. "Nichts kann dich auf diese Bremsen vorbereiten. Sie wollen das Motorrad unter dir wegreißen. Es ist beeindruckend. Es war der beste Tag meines Lebens. Ich bin begeistert."

"Ich konnte es kaum erwarten, bis es soweit war", bemerkt der LCR-Honda-Pilot, der 3,658 Sekunden auf die Tagesbestzeit von Jorge Lorenzo verlor und damit sehr zufrieden war. "Wir lagen nicht so weit zurück, obwohl wir uns nicht auf schnelle Rundenzeiten konzentrierten. Ich wurde eins mit dem Motorrad. Wir haben ein paar Änderungen am Setup vorgenommen, was wir eigentlich gar nicht vorhatten am ersten Tag."

"Es war nicht so schwierig, wie ich dachte. Ich hörte einige Dinge, doch die Bridgestone-Reifen funktionierten sehr gut. Ich fuhr meine beste Rundenzeit mit Reifen, die mehr als eine Renndistanz hinter sich hatten", schildert der ehemalige KTM-Ajo-Pilot. "Es ist schwierig, die Leistung in Worte zu fassen. Es ist ein großer Schritt von 60 zu etwa 230 PS. Die Leistung war eine Sache, doch nun müssen wir uns die Verzögerung und die Linienwahl ansehen."

"Ich bin nie eine 600er oder etwas Ähnliches gefahren. Die Moto3-Maschine war das bisher größte Motorrad, das ich fuhr. Es war schwieriger, das Motorrad umzulegen. Alles ging ein bisschen träger vonstatten, doch das Motorrad ist beeindruckend. Ich versuchte, den sanften Moto3-Stil zu fahren, doch das geht mit diesem Motorrad nicht", erkennt Miller. "Man muss V-Linien fahren und das Motorrad mit dem Heck lenken."

"Wir lagen nicht so weit zurück, obwohl wir uns nicht auf die Rundenzeiten konzentrierten. Ich freue mich sehr über die Fortschritte. Mit jedem Stint fühlte ich mich wohler", erklärt der Moto3-Vizeweltmeister, der nach dem ersten Tag ziemlich geschafft war. "Ich bin 61 Runden gefahren. Es lief besser als erwartet. Die Bremsen fordern viel Kraft. Ich werde mein Training anpassen. Ich erhalte einen Fitnesstrainer. Wir werden ein neues Programm zusammenstellen. Wir mussten erst warten, bis die Moto3-Saison vorbei ist."

Über die MotoGP-Elektronik konnte Miller noch keine Aussagen abgeben. "Ich fuhr heute ohne Traktionskontrolle und ohne Anti-Wheelie-Kontrolle. Sie wollten, dass ich das Motorrad zuerst ohne Elektronik kennenlerne", begründet der Honda-Pilot, der die Zusammenarbeit mit Crewchief Cristian Gabbarini genoss: "Er ist ein sehr netter Kerl. Er ist sehr ruhig und wirkte auf mich beruhigend trotz der vielen Kameras. Er machte mir überhaupt keinen Druck. Es war ein produktiver Tag. Ich freue mich auf zwei weitere Testtage."

Fotoquelle: FGlaenzel

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