Alvaro Bautista fuhr sowohl im Nassen als auch auf trockener Strecke

MotoGP 2014

— 13.11.2014

Bautista sehr zufrieden: Viel Lob für die neue Aprilia

Weniger als zwei Sekunden Rückstand: Alvaro Bautista steigert sich beim Test in Valencia ans Limit heran und lobt den Motor und das Chassis der neuen Aprilia

Aprilia präsentierte beim Nachsaisontest in Valencia die neue MotoGP-Maschine für 2015. Zusammen mit Testfahrer Alex Hofmann sammelten die beiden Aprilia-Werksfahrer Alvaro Bautista und Marco Melandri an den drei Tagen viele Erfahrungen mit der neuen Maschine. Aprilia bereitete einen Motor mit pneumatischen Ventilen vor, der nach dem Testauftakt am Montag nicht mehr verwendet wurde. Das Team erkannte eine Fehlfunktion, die vor Ort nicht behoben werden konnte.

Am Mittwoch fuhr Bautista mit der Aprilia auf Position 16. Der Rückstand war mit 1,837 Sekunden überraschend gering. "Es war ein überraschender und sehr positiver Test", bestätigt der Spanier. "Am Dienstag konnte ich mich im Nassen mit der Aprilia vertraut machen und verstehen, wie man das Motorrad fahren muss. Ich fühlte mich mit jedem Stint wohler. Am Mittwoch konnten wir im Trockenen fahren, doch die Zielsetzung war unverändert: Wir wollten Kilometer sammeln und das Motorrad besser kennenlernen."

Bautista konnte noch nicht mit den pneumatischen Ventilen fahren. Stattdessen ging der Gresini-Pilot mit dem konventionellen Motor auf die Strecke: "Die Ergebnisse waren positiv, auch wenn uns bewusst ist, dass wir noch Arbeit vor uns haben. Der Motor muss verbessert werden, doch bereits Ende des Monats testen wir einen Motor mit pneumatischen Ventilen. Beim Chassis nahmen wir keine Änderungen vor und ließen die Federung und die Geometrie unverändert. Das werden wir in Jerez noch einmal in den Fokus rücken."

Aprilia ist laut Bautista sanfter als die Honda

"Verglichen mit der Honda ist das Motorrad weniger aggressiv", vergleicht Bautista, der von 2012 bis 2014 auf der Honda RC213V saß. "Mit der Honda muss man tief in die Kurven hineinbremsen und dann das Motorrad umlegen, um wieder zu beschleunigen. Mit der Aprilia fährt man höhere Kurvengeschwindigkeiten. Der Charakter des Motors erlaubt es, bereits in Schräglage ans Gas zu gehen. Das ist der größte Unterschied."

"Ich konnte den Motor mit den pneumatischen Ventilen noch nicht probieren. Einige Parameter waren nicht korrekt. Deswegen mussten wir den Test verschieben", erklärt der Aprilia-Werkspilot. "Das Chassis gefällt mir besser als das der Honda. Am Kurvenausgang ist der Motor sanfter. Man hat immer Traktion. Ich denke, das Motorrad hat mehr Traktion als die Honda. Die Elektronik regelt nicht so synthetisch wie bei der Honda. Die Aprilia-Elektronik regelt natürlicher."

"Durch die Charakteristik des Motors müssen wir nicht so viele Elektronikhilfen in Anspruch nehmen. Ich bin noch nicht mit der Yamaha gefahren, doch ich habe den Eindruck, dass unsere Elektronik ähnlich arbeitet wie die der M1", analysiert Bautista, der sich freut, wieder den Werksfahrer-Status inne zu haben. Bereits zu seiner Zeit als Suzuki-Pilot ging Bautista für ein Werksteam an den Start.

Aprilia kämpft gegen Suzuki

"Es ist schön, wieder ein Werksfahrer zu sein. Ich war bereits vor ein paar Jahren Werksfahrer, als ich für Suzuki fuhr. Wir arbeiteten gut. Ich hoffe, dass ich das bei Aprilia wiederholen kann. Sie schenken mir sehr viel Vertrauen. Ich vertraue ihnen aber auch. Ich bin sehr froh. Sicher wird es ein schwieriges Jahr", prognostiziert Bautista und vergleicht die Situation mit der bei Suzuki: "Suzuki testet bereits seit zwei Jahren. Aprilia hat bisher noch nicht für 2015 getestet. Es wird ein Testjahr."

Da Bautista dem Gresini-Team treu blieb, änderte sich teamintern nur wenig: "Ich fühlte mich von Beginn an sehr wohl und verstand mich mit den Teammitgliedern und den Mechanikern. Wir haben gut zusammen gearbeitet. Sie haben meine Hinweise aufgenommen. Ich denke, dass wir gut miteinander arbeiten werden", so der Spanier.

Fotoquelle: FGlaenzel

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