Scott Redding hatte sich den Wechsel zur Honda RC213V sicher anders vorgestellt

MotoGP 2014

— 17.11.2014

Redding: "Nicht mal ansatzweise akzeptabel"

Nach dem Wechsel zur Factory-Honda kämpft Scott Redding mit großen Rückständen und ist mit seiner Performance alles andere als zufrieden

Marc-VDS-Pilot Scott Redding tauschte beim Nachsaisontest in Valencia seine Honda RCV1000R gegen die RC213V ein und hoffte, mit der leistungsstarken Factory-Honda der Spitze näher zu kommen. Doch das war nicht der Fall. Zu Beginn lag Redding mehr als zwei Sekunden zurück. Am finalen Testtag robbte sich der Brite bis auf 1,648 Sekunden an die Testbestzeit von Markenkollege Marc Marquez heran.

Die Umstellung von Nissin und Showa zu Brembo und Öhlins führte zu Problemen. "Im Nassen verhielt sich das Motorrad ziemlich gut. Damit war ich sehr zufrieden. Im Trockenen war es eine andere Geschichte", bemerkt Redding, der zu Beginn nicht wusste, was das Problem ist: "Wir hatten Schwierigkeiten und wussten nicht, was das Problem ist. Ich konnte den Jungs nicht sagen, wo wir die Zeit verlieren."

"Deswegen versuchte ich, anderen Fahrern zu folgen, um zu sehen, wo ich die Zeit verliere. Ich fühlte mich sehr wohl, doch die Zeiten waren schlecht. Die Front funktionierte sehr gut. Offensichtlich war das Heck zu niedrig eingestellt. Deswegen gelang es uns nicht, die volle Leistung auf die Strecke zu bringen", erklärt Redding. "Das Motorrad neigte stark dazu, mit dem Vorderrad in die Luft zu steigen."

"Wir mussten die Leistung reduzieren. Dadurch verloren wir sehr viel Zeit. Wir konnten das volle Potenzial nicht abrufen. Ich erwartete, etwas näher an der Spitze zu sein. Im Grunde war ich mit der Open-Maschine schneller als mit der Factory-Maschine", schildert der Honda-Pilot. "Das ärgert mich schon ein bisschen. Im finalen Stint hatte ich Dani (Pedrosa; Anm. d. Red.) vor mir. Ich verstand, warum ich soviel Zeit verliere. Am Kurvenausgang zog ihn das Motorrad aus der Kurve. Das sah bei mir ganz anders aus."

"Es lag also am Setup der Maschine. Wir müssen nach einer besseren Balance suchen. Das ist unsere Aufgabe für Malaysia", berichtet der Marc-VDS-Pilot, der durch seine Größe die Setups der restlichen Honda-Piloten nicht übernehmen kann. Zufrieden war er mit der Arbeitsweise der Factory-Software. Im Vergleich zur Open-Elektronik regelt die Elektronik der RC213V deutlich sanfter.

"Die Traktionskontrolle arbeitet konstanter. Die Leistung setzt sanfter ein. Die Unterschiede sind nicht so groß. Das Motorrad arbeitet konstanter. Das erleichtert die Aufgabe über eine komplette Renndistanz, denke ich", so Redding. "Ich lag im Schnitt zwei Sekunden zurück. Das ist nicht mal ansatzweise akzeptabel. Ich erwartete, etwa eine Sekunde zurückzuliegen. Schlussendlich waren es 1,6 Sekunden. Das war nicht akzeptabel."

Der nächste Test findet im Februar 2015 in Sepang statt. Bis dahin muss sich Redding gedulden. "Valencia ist nicht gerade meine Lieblingsstrecke. Doch auch Sepang zähle ich nicht zu meinen Lieblingsstrecken. Aber der Kurs ist anders als Valencia. Ich bin gespannt, wie sich die Mehrleistung auf diesem Kurs auswirkt", berichtet der ehemalige Moto2-Vizeweltmeister.

Fotoquelle: FGlaenzel

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