Jorge Lorenzo und Valentino Rossi bestimmen die Entwicklungsrichtung

MotoGP 2014

— 27.11.2014

Moto2-Stil: Verschläft Yamaha die Entwicklung?

Momentan konzentriert sich Yamaha ausschließlich auf Jorge Lorenzo und Valentino Rossi, während sich HRC mit jungen Talenten für die Zukunft rüstet

Das Yamaha-Werksteam wird bis mindestens 2016 mit Valentino Rossi und Jorge Lorenzo an den Start gehen. Die beiden Ex-Champions verlängerten im Sommer ihre Verträge um zwei Jahre. Pol Espargaro muss sich also zwei weitere Jahre mit seiner Rolle als Satelliten-Pilot zufrieden geben. Der Moto2-Weltmeister der Saison 2013 wird von Yamaha bei Herve Poncharals Tech-3-Team geparkt.

Auch bei HRC wird es demnächst keine Änderungen geben. Doch mit Marc Marquez ist Honda für die Zukunft gut gerüstet. Der 21-Jährige hat noch viele Jahre vor sich. Ob Rossi nach der Saison 2016 weitermacht, darf bezweifelt werden. Im Februar 2016 wird Rossi 37 Jahre alt. Teamkollege Lorenzo hat bereits mehrfach betont, dass er sich nicht vorstellen kann, solange wie Rossi zu fahren.

Bei Yamaha ruhen alle Hoffnungen auf Pol Espargaro, während sich HRC mit Jack Miller und Alex Marquez zwei potenzielle Champions gesichert hat. Zudem versucht der größte Motorradhersteller der Welt, die jungen Talente in der Moto3 bereits an die Marke zu binden. Mit Fabio Quartararo debütiert in der Saison 2015 ein verheißungsvolles Talent. In den vergangenen Jahren dominierte der junge Franzose die Spanische Meisterschaft (CEV). Durch eine Sonderregelung darf Quartararo mit 15 Jahren in der WM starten.

Die Honda RC213V harmoniert momentan besser mit dem aggressiven Moto2-Stil als die Yamaha M1, die den klassischen 250er-Stil fordert, den Lorenzo perfektioniert hat. Pol Espargaro hatte zu Saisonbeginn große Schwierigkeiten, seinen aggressiven Stil anzuwenden. Nach der Sommerpause sah der Tech-3-Pilot ein, dass er sich wohl oder übel den Fahrstil von Lorenzo angewöhnen muss, um schnell zu sein.

Hört Yamaha auf die falschen Fahrer und befindet sich in einer Sackgasse, was die Zukunft angeht? Rennleiter Lin Jarvis hat seine eigene Meinung zum Moto2-Stil: "Das ist eine interessante Entwicklung, die wir uns anschauen müssen. Es kommen immer mehr Fahrer aus der Moto2 in die MotoGP. Valentino und Jorge kamen noch über den klassischen Weg - die 250er - in die MotoGP. Es ist interessant für unsere Ingenieure, das zu analysieren."

"Es ist offen, wie dieser Stil mit den Michelin-Reifen harmonieren wird", bemerkt Jarvis kritisch. "Das wird sich noch zeigen. Es ist interessant, doch momentan müssen wir uns auf Jorge und Valentino konzentrieren und nach deren Vorgaben entwickeln." Rossi hat seinen Stil bereits etwas an die jungen Piloten angepasst. Seit der Saison 2014 nutzt er intensiver seinen Oberkörper, um das Motorrad umzulegen.

Vom aggressiven Anbremsen der Moto2-Piloten ist Rossi aber meilenweit entfernt. Yamaha stellt klar, dass die Entwicklungsrichtung von den Ergebnissen der Fahrer abhängt. Je schneller der Fahrer ist, desto mehr Mitspracherecht erhält er bei der Entwicklung. Eine Spezialisierung auf den Moto2-Stil schließt Jarvis nicht aus: "Wenn es Fahrer gibt, die solch eine Charakteristik benötigen, um die Meisterschaft zu gewinnen, dann müssen wir bereit sein", so der Yamaha-Rennleiter.

Fotoquelle: Yamaha Motor Racing Srl

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