Danilo Petrucci saß beim Nachsaisontest auf der GP14, die Cal Crutchlow 2014 fuhr

MotoGP 2014

— 03.12.2014

Kann Petrucci bei Ducati sein wahres Potenzial zeigen?

Nach drei Jahren mit unterlegenen Motorrädern erhält Danilo Petrucci bei Pramac seine bisher größte Chance: "Werde besser vorbereitet sein als je zuvor"

Seit der Saison 2012 ist Danilo Petrucci Stammpilot in der MotoGP. Bisher kämpfte der Italiener ausschließlich mit unterlegenem Material. In der ersten Saison der CRT-Bikes saß Petrucci auf einer wenig getunten CRT-Aprilia (ART), die auf den Geraden meist das langsamste Motorrad war. Später wechselte Ioda zu Suter-BMW, doch auch damit konnte sich Petrucci nur selten in Szene setzen. Im vergangenen Jahr ging der Ioda-Pilot mit einer unterlegenen ART an den Start, konnte damit aber immerhin 17 Punkte einfahren.

In der kommenden Saison erhält Petrucci die bisher größte Chance seiner MotoGP-Karriere: Bei Pramac wird der 24-Jährige Teamkollege von Yonny Hernandez und steuert eine Ducati Desmosedici. Während Hernandez die GP14.2 erhält, die Andrea Iannone und Andrea Dovizioso seit dem Aragon-Rennen verwendeten, muss sich Petrucci mit der GP14 zufrieden geben, die etwas breiter baut als die GP14.2.

Dennoch ist der ehemalige Ioda-Pilot sehr froh über den Wechsel zu Pramac: "Ich bin wirklich überglücklich. Gleich nach dem Valencia-Grand-Prix haben wir mit einem wichtigen dreitägigen Test die Vorbereitungen für 2015 begonnen. Besonders der zweite Tag lief sehr gut, als ich im Regen die Bestzeit fuhr. Den dritten und finalen Tag habe ich mit der sechstschnellsten Rundenzeit beendet, mit nur 0,6 Sekunden Rückstand auf Marc Marquez."

"Für mich ist das ein beachtliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass es für mich der erste Test mit dem neuen Motorrad war. Ich bin sehr glücklich mit meinem Wechsel zu Pramac und der Rückkehr zu Ducati, nachdem ich vor einigen Jahren mit dieser Marke schon einige Erfahrungen als Testfahrer gesammelt habe. Aber auch das Motorrad ist sehr, sehr schnell", so Petrucci im Gespräch mit 'MotoGP.com'.

Im vergangenen Jahr wurde Petrucci von Ioda von Test zu Test vertröstet. Das finanziell angeschlagene Team musste die beiden Sepang-Tests auslassen. "Für mich ist es das allererste Mal in meiner Karriere, obwohl es bereits meine vierte MotoGP-Saison sein wird, dass ich die Saison mit dem ersten offiziellen Test beginnen werde. Deshalb werde ich für das erste Rennen in Katar besser vorbereit sein als je zuvor", ist Petrucci überzeugt.

Beim Rennwochenende in Jerez zog sich Petrucci in der abgelaufenen Saison eine Verletzung zu, die eine Zwangspause mit sich brachte. Komplett verheilt ist die Verletzung nach wie vor nicht: "Deshalb habe ich auch das Krankenhaus in Barcelona aufgesucht und dort hat man einen schlimmen Spalt im Radiusknochen entdeckt", berichtet der Ducati-Pilot. "Aber zum Glück habe ich beim Fahren keine Probleme damit, auch nicht mit der Ducati. Aber in jeden Fall muss ich meine Armmuskulatur noch weiter stärken."

Und was traut sich Petrucci in der neuen Saison zu? "Der Valencia-Test war nicht wirklich ein Maßstab. Eigentlich setze ich mir keine Ziele", bremst er die Erwartungen. "Viel lieber gehe ich die Sache Schritt für Schritt an. Aber im gleichen Augenblick glaube ich auch, dass in bei einigen Rennen in die Top 10 fahren kann. Und vielleicht kann ich sogar meinen Teamkollegen Yonny herausfordern. Er ist ein großartiger Kerl und es wird bestimmt ein guter Kampf mit ihm."

Fotoquelle: FGlaenzel

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