Danilo Petrucci sitzt auf der Desmosedici GP14.1 von Cal Crutchlow

MotoGP 2014

— 10.12.2014

Petrucci: "Wollte mit Aprilia weitermachen"

Der Pramac-Pilot spricht über die Verhandlungen für die neue Saison und bemerkt, dass er 2015 für Aprilia fahren wollte, obwohl man ihm leere Versprechungen machte

Danilo Petrucci erhält in der neuen Saison seine bisher größte Chance in der MotoGP. Nachdem sich der Italiener in den vergangenen Jahren mit unterlegenem Material abmühen musste, darf er 2015 auf der Ducati Desmosedici Platz nehmen, die bisher Cal Crutchlow fuhr. Damit sollte Petrucci aus eigener Kraft in die Top 10 fahren können. Ursprünglich wollte der ehemalige Ioda-Pilot Aprilia treu bleiben und das neue MotoGP-Projekt der Italiener voranbringen.

"Ich wollte mit Aprilia weitermachen. Es ist immerhin eine Werksmaschine", bemerkt Petrucci im Gespräch mit 'Crash.net'. Er geht davon aus, dass die Zutaten bei Aprilia stimmen, um erfolgreich zu sein: "Sie haben Zeit, das Motorrad zu verbessern. Zudem arbeiten sie für 2016 an einem neuen Motorrad. Doch nach der schwierigen Saison hatten wir kein gutes Gefühl. Aprilia fragte nicht an und deswegen schaute ich mich nach Alternativen um."

"In Indianapolis nahmen einige Teams Kontakt mit mir auf. Pramac war eines dieser Teams", schildert Petrucci, der sich beim ersten Rennen nach der Sommerpause mit dem Pramac-Teamchef traf: "Ich sprach am Freitagabend erstmals mit Francesco Guidotti. Während einer Saison gibt es immer ziemlich viele Gerüchte. Dann begannen wir damit, über die Superbike-WM nachzudenken. Dort hätte ich um Spitzenergebnisse kämpfen können, um ein Jahr später in die MotoGP zurückzukehren."

"Als ich eine Entscheidung treffen musste, erhielt ich von Francesco Guidotti die Chance, für Pramac zu fahren. Ich dachte über diese beiden Angebote nach. Es war das Beste, in der MotoGP zu bleiben, denn das Motorrad ist sehr gut. Es ist wichtig, hier zu bleiben, weil sich 2016 viele Dinge ändern", berichtet Petrucci, der bereits für Ducati arbeitete. Vor seinem MotoGP-Debüt testete der Italiener die 1199 Panigale und half bei der Entwicklung.

"2011 habe ich zusammen mit Ducati die Panigale entwickelt. Ich hatte immer einen engen Kontakt zu Ducati. In meiner ersten MotoGP-Saison testete ich nach dem Mugello-Rennen das Motorrad von Valentino. Es war wie ein Traum. Ich wünschte mir, eines Tages mit diesem Motorrad fahren zu können", erklärt der Pramac-Pilot. "2013 fehlte nicht viel zu einem Wechsel in die Superbike-WM, doch Giampiero Sacchi (Ioda-Teamchef; Anm. d. Red.) bot mir an, 2014 mit Werksunterstützung von Aprilia zu fahren. Doch die Realität sah anders aus. Wir erhielten keine Werksunterstützung von Aprilia."

Fotoquelle: FGlaenzel

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