Valentino Rossi und Marc Marquez konnten 2014 oft gemeinsam feiern

MotoGP 2014

— 20.12.2014

Marquez: Rossis Comeback war "unglaublich"

Weltmeister Marc Marquez zieht den Hut vor Valentino Rossis starkem Auftreten in der MotoGP-Saison 2014 - Jorge Lorenzo lobt den Arbeitseifer seines Teamkollegen

Wer geglaubt hatte, Valentino Rossi gehre mit seinen mittlerweile 35 Jahren langsam zum alten Eisen der MotoGP, der wurde in dieser Saison eines besseren belehrt. Mit zwei Siegen, 13 Podiumsplatzierungen bei 18 Grands Prix und 295 WM-Punkten krte sich der Italiener zum Vize-Weltmeister und zeigte seinen jngeren Kollegen, dass er ihnen das Feld nicht kampflos berlasen will. Da fehlen auch der Konkurrenz fast die Worte. "Das war unglaublich", wird Marc Marquez von 'Autosport' zitiert.

"Sein Alter von 35 Jahren ist die eine Sache", meint der amtierenden Weltmeister, "aber fr mich war am wichtigsten, dass er nach zwei schlechten Jahren bei Ducati und einem nicht so guten Jahr bei Yamaha gezeigt hat, was fr ein starker Fahrer er ist." Davon war von 2011 bis 2013 nur selten etwas zu sehen. In den drei Jahren war Rossi insgesamt nur neun Mal auf das Podium gefahren.

Sich aus diesem Loch wieder an die Spitze der MotoGP zurckzumelden, sei das eigentlich Bewundernswerte an Rossis Leistung, findet Marquez. "Nach drei oder vier Jahren ohne gute Resultate ist es schwierig zurckzukommen. Und er hat sich wirklich stark zurckgemeldet", sagt der 21-Jhrige.

Rossi auf und neben der Strecke in Bestform

Das sieht auch Rossis Teamkollege Jorge Lorenzo so. "Nach drei nicht so guten Jahren kam er stark zurck und hat sich fahrerisch verbessert", sagt er. Ein wesentlicher Teil von Rossis Erfolgsgeheimnis bestehe in akribischer und fleiiger Arbeit. "Er arbeitet mehr, sowohl krperlich als auch in der Box und verbringt viele Stunden damit, sein Motorrad und die Abstimmung zu verbessern", attestiert Lorenzo.

Und das zahlt sich auf der Rennstrecke aus, denn mit 35 Jahren ist Rossi wieder in Bestform. "In Malaysia hat er mich bei 35 Grad bis zu den letzten drei Runden gejagt", erinnert sich Marquez.

Dass Rossi nach einer Schwchephase wieder an die Spitze der MotoGP zurckgekehrt ist, ntigt Lorenzo Respekt ab. Denn das sei alles andere als eine Selbstverstndlichkeit - auch aus mentaler Sicht. "Wenn man wei, dass man einen starken Teamkollegen hat der schneller sein kann, fllt es schwer an die eigene Strke zu glauben. In der Vergangenheit wurden Fahrer, die einen starken Teamkollegen hatten, immer schlechter", so Lorenzo.

Lorenzo: Rossi ist vielleicht zu stark fr mich

"Bei Valentino war das Gegenteil der Fall. Er wurde immer strker und jetzt ist es fr mich sehr schwierig, ihn zu schlagen - vielleicht ist er zu stark!", so Lorenzo weiter. "Es wre mir lieb, wenn er etwas schwcher wre."

Fr Marquez, der sich mit mittlerweile vier WM-Titel anschickt, in die Fustapfen Rossis zu treten, bleibt der neumalige Weltmeister weiterhin sein groes Idol, zu dem er aufblickt. "Ich respektiere ihn sehr, das habe ich immer gesagt. Ich wrde eines Tages gerne so wie er werden, aber das wird wirklich schwierig."

Fotoquelle: Repsol

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