MotoGP-Auftakt Doha 2008

MotoGP-Auftakt 2008

— 07.03.2008

Wenn es Nacht wird in Doha

Premiere beim Motorrad-Grand-Prix. Zum ersten Mal in der WM-Geschichte wird ein Nachtrennen gestartet. Der Auftakt Sonntag in Doha (Qatar) steigt unter hunderten von Scheinwerfern.

Zwei Podestanwärter – doch danach nur gähnende Leere: Mit ungewöhnlichen Voraussetzungen gehen die deutschen Motorrad-Piloten in die am Sonntag ( 9. März 2008) mit einem Nachtrennen in Katar beginnende WM-Saison 2008. Zwar starten die beiden oberen Klassen nach dem Ausstieg von Alex Hofmann (MotoGP) und dem Rücktritt von Dirk Heidolf (250er) ohne jede deutsche Beteiligung, dafür stehen die beiden 18 Jahre alten Youngster Stefan Bradl (Zahling) und Sandro Cortese (Berkheim) vor ihrem endgültigen Durchbruch. In die Saison 2008 geht Bradl junior mit einer von fünf Aprilia-Werksmaschinen, Cortese sitzt immerhin auf einer aus dem Vorjahr. Während sein Teamchef Daniel Epp von dem bisher meist nur im Training starken Schwaben "mehr Konstanz und einen Platz unter den ersten Sechs in der WM-Wertung" erwartet, hält Stefan Kiefer den Druck auf Bradl absichtlich gering. "Die Vorbereitung lief außergewöhnlich gut", sagte der Mannschafts-Boss: "Aber wir haben vorher gesagt, wir wollen mit Stefan unter die ersten Zehn in der WM-Wertung, und daran hat sich nichts geändert. Wenn es Ausreißer nach vorne gibt, sprich mal einen dritten oder vierten Platz, sind wir umso froher."

3600 Flutlichtlampen machen in Doha die Race-Night der MotoGP-Geschichte zum Tage.

Beginnen wird die Saison am Sonntag mit einem ungewöhnlichen Highlight. Der erste Lauf in Katar wird in der MotoGP-Geschichte auch das erste Rennen sein, dass als Nachtrennen gestartet wird. Die Organisatoren sprachen stolz vom größten Flutlicht-Sportereignis aller Zeiten. Insgesamt sorgen 3.600 Lampen mit 250, 1500 und 2500 Watt starken Glühbirnen für eine optimale Ausleuchtung des Kurses. Das gesamte System benötigt Generatoren mit einer Gesamtleistung von 13 Megawatt, die die benötigten 5,4 Millionen Watt produzieren. Zum Vergleich: 70 Fußballfelder könnten hiermit beleuchtet werden. Die Lampen sind über 1000 verschiedene Standorte in Höhen zwischen drei und 36 Metern verteilt installiert. 500 Kilometer Kabel wurden hierfür verlegt und mit insgesamt 300.000 Kilogramm Beton verkleidet.

"Es ist ungewohnt. Man weiß nie, ob man überholt wird oder ob es der eigene Schatten ist", sagte Bradl. Der im Kampf um die WM-Krone zuletzt zweimal geschlagene Superstar Valentino Rossi freut sich auf das Spektakel und will gleich ein Ausrufezeichen im Kampf gegen den im letzten Jahr so souveränen Weltmeister Casey Stoner setzten. Der erst 22 Jahre alte Australier bietet dem nach Abschluss seiner Querelen mit dem italienischen Fiskus nun befreit auffahrenden Italiener jedoch die Stirn: "Ich mache mir mehr Sorgen um Dani Pedrosa. Schließlich war er Vize-Weltmeister und nicht Valentino." Der Spanier gilt auf seiner aktuellen Honda aber als nahezu chancenlos.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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