MotoGP: Motegi 2007

MotoGP: Motegi 2007

— 24.09.2007

Stoner ist Weltmeister

Der Australier Casey Stoner beendete in der MotoGP-Klasse mit seinem ersten WM-Titel die Vorherrschaft von Serien-Champion Valentino Rossi. Die deutschen Motorrad-Fahrer sind im Regen von Motegi/Japan an ihre Grenzen gestoßen.

Casey Stoner ist der neue Weltmeister der MotoGP. Als dritter Australier nach Wayne Gardner (1987) und Michael Doohan (1994 bis 1998) holte er in Motegi/Japan den Titel. In der ohne deutsche Beteiligung gestarteten "Königsklasse" siegte Loris Capirossi. Stoner reichte aber in dem spannenden Rennen mit Motorradwechsel Platz sechs zum vorzeitigen Titelgewinn. Der 21-Jährige kann drei Rennen vor Saisonende von seinen Verfolgern Valentino Rossi aus Italien und dem Spanier Dani Pedrosa nicht mehr eingeholt werden. Der siebenmalige Weltmeister Rossi wurde nur 13., Pedrosa stürzte und schied aus. Stoner fiel im Ziel seiner Frau und seinen Eltern mit Freudentränen um den Hals. "Wahnsinn, ich habe mein großes Ziel erreicht und bin überglücklich", jubelte Stoner. Beim nächsten Grand Prix in seiner Heimat auf Phillip Island (14. Oktober 2007), für den die Veranstalter bereits Zusatztribünen aufbauen, ist dem "Aussie" ein grandioser Empfang gewiss. Ducati-Pilot Stoner ist der erste Weltmeister seit 33 Jahren auf einer nicht-japanischen Maschine. Letztmalig ist Phil Read 1974 auf einer MV Agusta erfolgreich gewesen.

Die Fahrer rutschten im Auftaktrennen (125 cm3) vor 57.600 Zuschauern gleich reihenweise von der nassen Fahrbahn. Auch Stefan Bradl (Aprilia) hatte anfangs Probleme. "Es waren schwierige Bedingungen. Ich bin mal kurz auf die Wiese gefahren, habe dann aber aufgeholt", berichtete der 17-Jährige, der sogar eine erneute Top-Ten-Platzierung im Visier hatte. Doch kurz vor Ende wurde auch er Opfer der widrigen Umstände. "Da habe ich wohl zu viel gewollt", ärgerte sich Bradl, der zuletzt im portugiesischen Estoril mit Rang sechs sein bestes Grand-Prix-Ergebnis erzielt hatte. Cortese (Aprilia) sah dagegen zum zweiten Mal nacheinander die Zielflagge nicht. Von Rang zehn gestartet, verlor er schnell an Boden.

Der einzige deutsche Lichtblick in Motegi (Japan). Stefan Bradl als 15. in der 125er-Klasse.

In Runde vier stürzte Cortese dann auf der Zielgeraden. "Ich hab es dann noch mal probiert, aber die Maschine lief nicht mehr gut", sagte der 17-Jährige, der in der siebten Runde mit seiner Aprilia in die Boxengasse rollte. Bei den 125ern gewann der Italiener Mattia Pasini auf Aprilia vor seinen Markenkollegen Gabor Talmacsi und Hector Faubel. Der Ungar Talmacsi baute die Führung in der WM-Wertung damit wieder auf neun Punkte aus vor seinen spanischem Teamkollegen Faubel. Für Dirk Heidolf kam es auf seiner Aprilia noch dicker. Nachdem sein Stallgefährte Alex Baldolini (Italien) schon nach der ersten Kurve im Kies lag, erwischte es den Hohenstein-Ernstthaler unmittelbar danach. Der Finne Mika Kallio (KTM) sicherte sich unterdessen seinen ersten Erfolg in der Viertelliter Klasse. In der WM-Wertung der 250er büßte Titelverteidiger Jorge Lorenzo (Spanien/Aprilia) durch seinen elften Platz einige Punkte ein. Sein Verfolger Andrea Dovizioso (Italien/Honda) wurde in Motegi Zweiter hinter dem Finnen und verkürzte den Rückstand auf 36 Zähler.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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