Motorenpoker in der Formel 1

BMW-Williams

Motorenpoker in der Formel 1

— 16.08.2005

Williams ab 2006 mit Cosworth-V8

BMW hatte angeboten, Williams auch nach der Trennung weiter mit Motoren zu beliefern. Die Engländer setzen aber auf Cosworth.

BMW-Angebot ausgeschlagen

Das ehemalige Formel-1-Traumpaar BMW und Williams – nach dem Rosenkrieg in der ersten Saisonhälfte das Aus im Juni. BMW übernahm zur Saison 2006 den Sauber-Rennstall, Williams stieg in die Verhandlungen mit dem Motorenlieferanten Cosworth ein. Jetzt der wenig überraschende Vollzug: Williams ist sich mit dem neuen Partner einig. Williams und Cosworth – eine neue, rein britische Ehe ist zur Saison 2006 geschlossen.

Sie soll harmonischer laufen als die deutsch-britsche Kooperation zuvor. Die Zusammenarbeit der Briten wird über die reine Lieferung der dann vorgeschriebenen V8-Triebwerke hinausgehen, wie beide am Montag betonten. Williams und Cosworth wollen auch gemeinsam am Design-Programm und der Entwicklung des gesamten Antriebspaketes arbeiten.

BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen, nachdem der Deal perfekt ist: "Wir hatten Frank Williams angeboten, sein Team 2006 mit BMW V8-Motoren zu beliefern." Williams habe sich entschieden, das Angebot auszuschlagen. Theissen weiter: "Für BMW heißt das, daß wir für die Zeit nach 2006 alle Ressourcen auf unser neues Projekt konzentrieren. Wir haben mit unserem BMW geführten Team eine intensive Aufbauphase vor uns."

Cosworth testet den V8 seit April

Teamchef Frank Williams ist optimistisch: Cosworth sei eine weltweit führende Marke in Bezug auf die Technologie der V8-Motoren. "Nächstes Jahr wird für alle ein neuer Start sein nach 16 Jahren mit V10-Motoren. Einige Teams und Hersteller haben absolut keine Erfahrung auf dem Gebiet der V8-Motoren", sagte Williams weiter. Cosworth testet das neue Triebwerk bereits seit April in seinem Hauptquartier in Northampton, nur wenige Kilometer vom Sitz des Williams-Teams entfernt. Die Entwicklungsarbeit dafür begann im Frühjahr 2004.

"Wir sprechen dieselbe Rennsprache und haben beide nächstes Jahr etwas zu beweisen. Es gibt keine größere Motivation, um Erfolg zu haben", sagte Williams-Direktor Patrick Head. Theissen zeigte sich trotz aller Streitereien als fairer Sportmann, wünschte Williams "viel Glück" mit dem neuen Partner.

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