Mohntorte

MPU: Mohn-Konsum kann MPU verfälschen

— 01.08.2014

Kein Mohnkuchen vor der MPU!

Wer zu viel Mohn isst, kann beim Drogen-Screening der MPU negativ auffallen. Dann wird der Führerschein weiter einbehalten, so der ADAC.

(dpa/sb) Autofahrer, die im Rahmen des "Idiotentests" zum Drogen-Screening müssen, sollten vorab nicht zu viel Mohnkuchen essen. Denn dies könne den sogenannten Abstinenznachweis bei der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) verfälschen, erklärt Markus Schäpe, Leiter Verkehrsrecht beim ADAC in München. Die Folge: Der Führerschein wird weiter einbehalten, denn der Autofahrer ist in der Beweispflicht. Wer sich bei Mohnprodukten nicht zurückhält, könne laut Schäpe "den Anschein erwecken, illegale Substanzen zu sich genommen zu haben". Hintergrund: Auch nach der Aufnahme von Mohnprodukten kann aufgrund einer immunchemischen Reaktion ein positiver Opiat-Befund auftreten. Dabei kann nicht immer zweifelsfrei zwischen einer Aufnahme von Heroin und Mohn unterschieden werden.

2013 mehr MPUs als im Vorjahr

Die Hälfte aller MPUs werden nach Alkoholmissbrauch im Straßenverkehr angesetzt.

Zum "Idiotentest" mussten im vergangenen Jahr wieder mehr Autofahrer. 2013 wurden 94.819 Personen zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) vorgeladen. Das waren knapp ein Prozent mehr als im Vorjahr, berichtet die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in ihrer jährlich veröffentlichten Statistik. Damit wurde der in den letzten Jahren rückläufige Trend gestoppt. Bei den Ergebnissen der MPU gab es kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr: Rund 57 Prozent aller begutachteten Personen wurden als "geeignet" beurteilt, 2012 waren es 56 Prozent. Knapp 36 Prozent und damit ein Prozent weniger als 2013 wurden als "ungeeignet", etwa sieben Prozent wie in 2012 als "nachschulungsfähig" eingestuft.

Bei der Hälfte der Tests ist Alkohol im Spiel

Häufigster Grund war mit 47.418 Untersuchungen und damit über der Hälfte aller Begutachtungen wie in den Vorjahren die Alkoholauffälligkeit. Immerhin konnte die BASt dabei über alle Untersuchungen gesehen in 2013 einen Rückgang um knapp zwei Prozent feststellen. Dafür stiegen die Begutachtungen vor allem im Bereich der Betäubungsmittel im Vergleich zum Vorjahr um rund sechs Prozent auf 20.534 an. Auf der Grundlage des MPU-Gutachtens entscheidet die Straßenverkehrsbehörde, ob ein Autofahrer den Führerschein zurückbekommt oder nicht. Wird die Fahrerlaubnis nicht zugesprochen, können Betroffene die Erteilung nach einem festgesetzten Zeitraum erneut beantragen.

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Führerschein MPU

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