MPU-Statistik 2008 — 29.09.2009
König Alkohol
Volkssport Saufen: Mehr als die Hälfte der Medizinisch-Psychologischen Untersuchungen (MPU) wurde 2009 bei alkoholisierten Autofahrern angeordnet. Doch zwei anderen Tätergruppen geben Anlass zur Sorge.
Zahl der MPU wegen Verkehrsstraftaten steigt kontinuierlich an
Besorgniserregend ist insbesondere eine Zunahme solcher Fahrer, die ganz ohne Drogen im Straßenverkehr auffällig werden: Bei der Bundesanstalt für das Straßenwesen (BASt), die für die jährliche Auswertung verantwortlich zeichnet, werden diese Täter zusammengefasst unter dem Oberbegriff "allgemeine Verkehrs-Auffälligkeiten". Im Einzelnen: die Drängler, die Aufblender, die Ausbremser. Die Gruppe dieser Täter wächst kontinuierlich: Von 11.365 im Jahr 2005 auf nun 13.397. Auch die sonstigen strafrechtlichen Auffälligkeiten hat zugenommen; doch absolut ist die Zahl dieser MPU-Fälle mit 3505 im Jahr 2008 sehr gering.
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Verkehrsjuristen des Deutschen Anwaltvereins monieren , dass es kein Rechtsmittel gegen die MPU gibt.
Ein Skandal ist, dass man sich gegen Entscheidungen des "Idiotentests" nicht wehren kann, meint auch der DAV-Experte Christian Janeczek. Zudem müssten auch die Prüfer überprüft werden. So wurden schon beim Verkehrsgerichtstag in Goslar Forderungen wie auch vom ADAC gewünscht, Video- oder Tonbandprotokolle von allen Untersuchungsgesprächen zuzulassen beiseite geschoben. Leider fehlt bis heute eine nachvollziehbare Transparenz.