Medizinisch-Psychologische Untersuchung

MPU-Statistik 2011

— 08.08.2012

Weniger Idiotentests

2011 mussten weniger Autofahrer zum sogenannten Idiotentest als 2010. Hauptursache für eine medizinisch-psychologische Untersuchungen (MPU) bleibt Alkohol am Steuer.

Laut Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) gab es 2011 rund zwei Prozent weniger medizinisch-psychologische Untersuchungen (MPU) als im Vorjahr. Insgesamt wurden 99.265 Untersuchungen von den 15 Begutachtungsstellen durchgeführt. Hauptursache für den Abwärtstrend bei der MPU ist der Behörde zufolge der rund vierprozentige Rückgang der Begutachtungen aufgrund von Alkohol-Vergehen. Dennoch ist Alkohol am Steuer nach wie vor mit insgesamt 51.596 Untersuchungen (52 Prozent aller Fälle) der häufigste Grund für eine MPU. 28 Prozent der Alkolfahrer waren Ersttäter.

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Alkoholmissbrauch bleibt mit 52 Prozent aller Fälle der häufigste Grund für eine MPU.

Begutachtungen nach Einnahme von Betäubungsmitteln oder Medikamenten sind mit 20.142 MPU im Vergleich zum Vorjahr entgegen des sonst rückläufigen Trends um 2,9 angestiegen. Dritthäufigster Anlass für eine MPU waren mit 16 Prozent Verkehrsauffällige ohne Alkoholeinfluss, darunter fallen auch Raser und Drängler. 55 Prozent der untersuchten Personen wurden nach einer MPU als "geeignet" eingestuft und erhielten ihre Fahrerlaubnis erneut zugesprochen (ein Prozent mehr als im Vorjahr). Gut sieben Prozent gegenüber elf Prozent in 2010 waren "nachschulungsfähig". 37,5 Prozent erwiesen sich laut BASt als "ungeeignet", das sind 2,5 Prozent mehr als 2010.

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