NABU-Gutachten

NABU-Gutachten

— 22.02.2008

Beltbrücke ein Milliardengrab?

Dank der Fehmarnbelt-Querung sollen Autofahrer in zehn Jahren ohne Fähre von Fehmarn nach Lolland in Dänemark reisen können. Jetzt gibt es neuen Zoff um das Milliardenprojekt.

Die Brücke über den Fehmarnbelt sorgt weiter für Streit: Nach einem vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) in Auftrag gegebenen Gutachten werden statt der kalkulierten rund 8000 Autos nur gut 5000 Fahrzeuge täglich das Milliarden-Bauwerk nutzen. Die Auslastung läge damit nur bei zehn Prozent. Dies gelte auch für den Schienenverkehr, wo statt mit 100 mit maximal 40 Zügen täglich zu rechnen sei. Der NABU: "Das Verkehrsaufkommen rechtfertig nicht mal den Bau einer Umgehungsstraße." Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Dietrich Austermann reagierte gelassen: "Die Argumente sind nicht neu und immer noch falsch." Das Verkehrsaufkommen überträfe bereits jetzt die Schätzungen für die kommenden Jahre, so der CDU-Politiker. Laut NABU-Gutachten seien zudem die Baukosten für die knapp 20 Kilometer lange Brücke zwischen Fehmarn und Lolland zu niedrig kalkuliert worden.

Aufgrund der stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise sei statt mit 5,6 Milliarden Euro mit knapp zehn Milliarden Euro zu rechnen. Deutschland und Dänemark hatten sich im Juni 2007 nach langen Verhandlungen auf die Realisierung des Mega-Projekts geeinigt. Den Großteil der Kosten trägt die dänische Seite. In zehn Jahren soll die feste Beltquerung fertig sein.

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