Nach der Fusion von BMW und Sauber

Nach der Fusion von BMW und Sauber

— 06.12.2005

Suche nach dem richtigen Dreh

Die Verzahnung zwischen BMW und Sauber ist noch unvollstndig: Es hakt beim Personal, den Fhrungskrften, den Fahrern, in der Fabrik. Und die Zeit rennt ...

"Dieses neue Team zu schmieden, das ist die grte Herausforderung", gesteht BMW-Motorsportdirektor Dr. Mario Theissen, "es mu aus zwei bisher unabhngigen Partnern zusammengefgt werden." Und der nchste Schritt ist noch schwieriger: "Jetzt geht es darum, eine einheitliche Denk- und Arbeitsweise zu erzeugen, damit alle am selben Strang ziehen."

Fast sechs Monate sind vergangen, seit BMW mit dem Kauf von Sauber zum Groangriff auf den WM-Titel durchstartet, fr 2007. Aber trotz Videokonferenzen und E-Mail-Korrespondenz greifen die Rdchen zwischen der Konzernmutter in Mnchen, seiner Gieerei in Landshut und der zugekauften Sauber-Chassisfabrik im Schweizer Hinwil noch nicht richtig ineinander. Sonst mte sich Theissen nicht ums Einheitsdenken sorgen.

Es hakt bei BMW und Sauber. Zum Beispiel beim Personal. Schon im Juni hatte Theissen angekndigt, die Belegschaft in Hinwil von 300 auf 400 aufzustocken. Besonders die Aerodynamikabteilung mu verstrkt werden. Doch die neuen Ingenieure knnen nur mit Verzgerung ihre Arbeit aufnehmen. "Ein paar Mann haben wir schon eingestellt, aber noch nicht alle", besttigt ein Sprecher. "Wir fhren Gesprche mit BMW-Mitarbeitern, mit Nachwuchskrften und auch mit externen Bewerbern. Wir mssen die richtigen Mitarbeiter finden, nicht die am schnellsten verfgbaren", rechtfertigt sich Theissen. Doch selbst wenn schon jetzt das Personal komplett wre, die Leute wrden sich auf den Fen stehen, weil es an Bros fehlt.

Das Team Red Bull lebt das Gegenteil vor. Sie verpflichteten Top-Designer Adrian Newey, dessen Vertrag bei McLaren-Mercedes auslief. Die Sauber-Mannschaft dagegen besteht noch immer vornehmlich aus der alten Belegschaft. Ex-Chef Peter Sauber rumt zum Jahreswechsel sein Bro und steht nur noch als Berater zur Verfgung. Willy Rampf und Heinz Paschen bleiben als Technikchefs, doch es fehlt der bergeordnete Technische Direktor. Mit Walter Riedl wird ein Mann das Projekt koordinieren, der in der Branche bislang kaum wahrgenommen wurde. Und ber den BMW nichts verlauten lt. Aber ein Mann, dem Theissen gewi hundertprozentig vertraut. Doch den Bayern laufen die Fhrungskrfte davon ...

Alles ber die Probleme bei BMW und Sauber lesen Sie in der neuen AUTO BILD MOTORSPORT (Heft 25/2005; seit 30. November im Handel) oder unter diesem Link. Darin u.a.: Warum Saubers Supercomputer in Hinwil nicht gengt, weshalb BMW auf Sponsorengelder angewiesen ist und weswegen die Mnchner erst 2007 komplett fr den Antrieb sorgen werden.

Autoren: Bianca Garloff, Burkhard Nuppeney

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen gnstig kaufen und Geld sparen.


Kfz-Versicherung