Nach Geisterfahrt auf A52: Ermittlungen

— 07.01.2013

An der Autobahnauffahrt fehlten Schilder

Nach der tödlichen Geisterfahrt eines 70-Jährigen auf der A52 kam jetzt heraus: Die entsprechende Autobahnauffahrt war nicht korrekt beschildert. Ob das der Grund für den verheerenden Irrtum des Mannes war, ist noch ungeklärt.



(dpa) Die Autobahnauffahrt in Gelsenkirchen, auf der am 30. Dezember 2012 die tödliche Geisterfahrt eines 70-Jährigen begonnen hat, war möglicherweise nicht richtig beschildert. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft jetzt mit. Ob das zu dem Unfall beigetragen habe, sei aber völlig offen.

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Chronologie der Geisterfahrten

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Der 70-Jährige war in Gelsenkirchen-Hassel in falscher Richtung auf die A52 gefahren. Kurz darauf prallte er mit einem anderen Auto zusammen. Die 58-jährige Fahrerin und ihr ein Jahr älterer Mann starben, ihr Sohn wurde wie auch der Geisterfahrer selbst schwer verletzt. Nach ersten Ermittlungen habe die Auffahrt in Richtung Essen nicht den Richtlinien entsprochen, berichtete die Polizei. Zwei Schilder fehlten zum Unfallzeitpunkt: Verbot der Einfahrt (rotes Schild mit weißem Querbalken) und rechts vorbeifahren (weißer Pfeil auf blauem Grund). Polizei und Staatsanwaltschaft wiesen ausdrücklich darauf hin, dass noch nicht geklärt sei, ob die fehlenden Schilder Grund für Geisterfahrt des 70-jährigen Mannes sein könnten.

Mehr Infos: Gespräch mit Verkehrsexperte Rolf Roos

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"Wir konnten den Mann bisher im Krankenhaus zu dieser neuen Erkenntnis nicht befragen", sagte Staatsanwalt Marcus Schütz auf Nachfrage der Nachrichtenagentur dpa. "Warum die Beschilderung nicht korrekt war, müssen jetzt die weiteren Ermittlungen ergeben", sagte Schütz weiter. Den Gesundheitszustand des 70-Jährigen und des bei dem Unfall schwer verletzten Sohnes des getöteten Ehepaares bezeichnet die Polizei in einer Mitteilung als stabil.

Albtraum Geisterfahrer

Wie oft gibt es Geisterfahrer?

Laut ADAC werden im Jahr bundesweit 2800 Fälle gemeldet, davon 2000 auf Autobahnen. Die allermeisten gehen glimpflich aus. Geisterfahrer verursachten gerade einmal drei Prozent der tödlichen Unfälle auf Autobahnen.

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