Daniel Abt

Nachwuchsfahrer Daniel Abt

— 09.09.2014

Geht er 2015 in die DTM?

Daniel Abt ist eines der größten deutschen Talente im Motorsport. Aber wo wird der Bayer 2015 fahren? Diese Möglichkeiten bestehen.

Daniel Abt tanzt dieses Jahr auf zwei Hochzeiten: In der Nachwuchsserie GP2 und ab dem Wochenende in der neuen Elektro-Rennserie Formel E. Doch wohin führt die Zukunft den Nachwuchsrennfahrer? „Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, noch mal ein Jahr GP2 zu fahren“, sagt Abt zu AUTO BILD MOTORSPORT. In der GP2 fährt Abt bereits seit zwei Jahren. Seine Bilanz: 2013 Gesamtplatz 22 mit mageren elf Punkten, aktuell liegt er vier Rennen vor Schluss mit 27 Zählern auf Tabellenplatz 13.

Tourenwagen statt Formel-Renner?

Abt-Audi: Das Team von Daniels Vater Hans-Jürgen setzt in der DTM vier Audi ein, wie diesen von Miguel Molina.

Viele Möglichkeiten hat er für 2015 nicht. Was bietet sich überhaupt an? Abt: „Die DTM ist etwas, dass man immer im Hinterkopf hat. Für einen deutschen Fahrer ist DTM eine geile Rennserie.“ Doch der Wechsel in die Top-Tourenwagenliga hätte einen Haken: „Das Ding ist halt, wenn man in die DTM geht, dann ist man in der DTM. In meinem Fall wäre das Audi. Und Audi hat kein Formel-Programm“, erklärt der Sohn von Audi-DTM-Teamchef Hans-Jürgen Abt. Im Klartext – sollte Daniel Abt zu den Tourenwagen wechseln, ist der Traum von der Formel 1 ausgeträumt.

Kein Weg zurück

Abt glaubt nicht an einer Wiederholung der Geschichte von Mercedes-Pilot Paul di Resta, der nach seinem DTM-Titel 2010 zu Force India in die Königsklasse wechselte. „Auch wenn man in der DTM super fährt, kommt man nicht mehr so einfach in die Formel 1. Das wird nicht passieren. Vielleicht kann man noch Sportwagen fahren“, sagt Abt realistisch. Dennoch hätte ein Engagement in der DTM einen entscheidenden Pluspunkt. „Man verdient auch endlich mal Geld. Das muss ja auch das Ziel sein als Rennfahrer“, so Abt weiter.

Option Amerika?

Post-Renner: Das Logistikunternehmen DHL ist in der IndyCar-Serie aktiv. Pilot Ryan Hunter-Reay gewann 2014 sogar das Saisonhighlight Indianapolis 500.

Eine andere Option wären die USA. „Ich war in Los Angeles und habe mir das letzte IndyCar-Rennen angeschaut“, verrät Abt. Doch ob er nächstes Jahr im amerikanischen Pendant zur Formel 1 Gas geben wird, ist offen. „Dort ist es ähnlich wie in der Formel 1. Die Top-Fahrer werden bezahlt. Um rein zu kommen, muss man Sponsoren und Geld mitbringen. Von daher glaube ich, dass es ziemlich unwahrscheinlich ist“, erklärt er. Dennoch: Einer von Abts Sponsoren in der GP2-Serie, das Logistik-Unternehmen DHL, ist seit langer Zeit auch in der IndyCar-Serie vertreten.

Autoren: Bianca Garloff, Oliver Müller

Fotos: Picture-Alliance

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