NAIAS 2008, Teil 2

— 14.01.2008

Die Deutschen in Detroit

Die deutschen Autobauer glänzen mit Perfektion: BMW hat das 1er Cabrio dabei, VW macht den Passat schön, Audi nagelt mit dem R8 los, und Mercedes zaubert den GL klein.

Auf dem VW-Stand wummern die Bässe in Disko-Lautstärke, eine Tanz-Kombo begleitet das BMW 1er Cabrio auf die Bühne – die deutschen Hersteller hier auf der Detroiter Auto Show wissen, dass jedes erfolgreiche Geschäft mit einer guten Show beginnt. Und ein gutes Geschäft versprechen die deutschen Neuheiten in der Cobo Hall allemal. Allen voran das 1er Cabrio, das wirklich alles für den US-Kunden mitbringt: attraktive Sechszylinder, kompakte Ausmaße mit 4,36 Meter Länge und eine lange Extraliste, um den kleinen Sonnenschein nach persönlichem Gusto so auszustatten, wie er garantiert nicht beim Nachbarn steht. Der offene Bayer dürfte auch vom guten Image der Marke und des BMW-Originals profitieren. Das erste 3er Cabrio von 1986 war drei Zentimeter kürzer und bot ähnlich knappen Platz auf der Rückbank. In die USA kommt das 1er Cabrio nur mit zwei Benzinern (128i und 135i), in Deutschland startet er mit fünf Motoren ab 143 PS für rund 29.000 Euro.

VW macht den Passat schön, Audi baut den R8 zur Dieselrakete um

Günstiger wird das Passat Coupé, das VW in den USA ab umgerechnet 26.000 Euro einpreist. Attraktive Kampfpreise für das viertürige Coupé, das bei uns rund 30.000 Euro kosten soll. "Der Passat CC wird uns helfen, das Image von VW in den USA aufzufrischen", sagt Stefan Jacobi. Der Chef von VW in Amerika will rund 25.000 Passat CC verkaufen, die in Emden vom Band laufen. Der schönste Passat dürfte jedoch ein Nischenmodell bleiben. Besser sollte sich der VW Tiguan verkaufen, als frisches Blut für die schwächelnde Bilanz der Wolfsburger. Als einziger deutscher Hersteller musste VW 2007 in den USA rückläufige Zahlen notieren. Ein Rekordjahr (rund 93.000 Autos) legte Audi hin.

Die Marke führt 2008 den neuen A4 ein und begnügt sich in Detroit mit dem TTS, dem neuen Topmodell der Coupé-Reihe, und der einzigen deutschen Studie am Detroit River: Der R8 V12 TDI concept kombiniert Alu-Leichtbau der Karosserie mit dem schwergewichtigen Zwölfzylinder-Diesel aus dem Audi Q7. Auf die Frage, ob der ungewöhnliche 500-PS-Sportler je in Serie gehen könnte, gaben Manager sich recht zugeknöpft. So ist die Studie wohl eher als Aushängeschild für die Diesel-Offensive der deutschen Autobauer zu verstehen: Ab Mitte 2008 wollen Audi, BMW und Mercedes in den USA Selbstzünder in der Drei-Liter-Klasse anbieten, VW einen Zwei-Liter-TDI im Jetta. Als deutsche Lösung gegen steigende Spritpreise.

Hier geht es zur Detroit-Sonderseite NAIAS 2008!

Autor: Joachim Staat

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