NAIAS 2008, Teil 5

— 15.01.2008

Ewig lockt das Weib

Vor den Toren der Cobo Hall in Detroit ist es kalt. Drinnen gibt es allerdings Entschädigung: Schnuckelige Schönheiten erwärmen die Gemüter auf der North American International Auto Show.



Zitternd und bibbernd trippeln Manager sich die Kälte aus den Füßen. Daimler-Chef Dieter Zetsche ist sich auf der Ehrentribüne nicht zu schade, eine Pudelmütze aufs schüttere Haupt zu setzen. Und die versammelte Journalisten-Meute flucht und wartet bei null Grad auf das große Ereignis: Eine Rinderherde trabt zur Vorstellung des neuen Dodge Ram, eines riesigen Pick-ups, vor die Cobo Hall. Es ist mal wieder Showtime in Detroit, und diesmal ist das Wetter noch gnädig. Temperaturen um null Grad, kein Schnee, keine Stürme, die hier in Michigan gnadenlos alles einfrieren und das Leben zum Erliegen bringen können. "Muss denn die Show ausgerechnet hier stattfinden?", nölt einer vor der Cobo Hall. Da ist sie wieder, die Frage die jedes Jahr kommt. Los Angeles wäre doch so schön warm, und eigentlich hatte jeder gehofft, dass die dortige Show im November Detroit den Rang ablaufen könnte. Falsch gedacht. Detroit ist Motor City, die drei Autogiganten GM, Ford und Chrysler haben ihren Sitz am Detroit River.

Die Amerikaner nerven mit ihrer Sicherheitshysterie

Die Messefläche an sich ist übersichtlich und ebenerdig auf vergleichsweise kurzen Wegen abzulaufen. Nicht so kompakt wie Genf, wo die Hersteller sich drängen wie auf einem Bazar, aber auch nicht so verstreut wie der Autosalon in Paris oder die Fuß-Folter Frankfurt. Bei der IAA liegen die Hallen bis zu 600 Meter auseinander, so dass ständig Shuttle-Fahrzeuge pendeln, vorbei an Strömen entnervter Besucher. In Detroit stört eher der Sicherheitswahn der Amerikaner. Erst die Akkreditierung, dann weitere Identifizierung mit einem Pass, Gepäck-Check am Eingang, Suchhunde schnüffeln nach Sprengstoff. Angenehm ruhig der Geräuschpegel in den Hallen. Wenn hier eine Firma kurz die Bässe aufdreht, verfliegt der Lärm schneller als im engen Genf.

Schnuckelige Schönheiten krönen die Autopremieren

Großes Auto, schöne Frau: Die NAIAS zeigt sich 2008 von ihrer attraktivsten Seite.

Großes Auto, schöne Frau: Die NAIAS zeigt sich 2008 von ihrer attraktivsten Seite.

Was Detroit an echter Wärme fehlt, holt die Messe auf optische Weise nach. Wo kommen plötzlich die vielen schönen Frauen her? Von Ferrari und Lamborghini kennt man das ja, die italienischen Luxussportler sind weltweit mit Fotomodels ebenso üppig ausgestattet wie mit PS. Aber diesmal scheinen selbst die bodenständigen Marken aufzuholen. Ob bei Ford Mustang, Mazda RX-8 oder Audi R8 V12 TDI – die Hostessen zeigen Extraklasse. Und längst kalifornische Hautfarbe, manchmal auch das dort gerne verwendete persönliche Tuning. Sogar Hummer präsentiert seine Studie HX mit dem Frauentyp, der hier wie geklont auf den Bäumen wächst: Stöckel, ein Nichts von Taille, das Gegenteil von Dekolleté und lange Haare im Hollywood-Look. Beim Standpersonal liegt die Auto Show nun auf einem Niveau mit Genf, der gefühlten Schönheits-Königin unter den Automessen. Detroit war diesmal eine Reise wert. Drinnen hatten Männer keinen Grund zu bibbern.

Autor: Joachim Staat

Diesen Beitrag empfehlen

Artikel bewerten

Bewerte diesen Artikel

Fremde Bewertungen

Anzeige

Versicherungsvergleich

Neuwagen

NEUWAGEN zu Top-
Konditionen, mit voller
Herstellergarantie
und zu attraktiven
Zinsen finanziert.

Hier klicken zu den Top-Angeboten

Gebrauchtwagen

Günstige Gebrauchtwagen-Angebote

Finden Sie Ihren Gebrauchtwagen.

Gebrauchtwagen-Angebote
Anzeige