Juan Pablo Montoya

NASCAR 2008

— 15.02.2008

Montoya soll gewinnen

s geht wieder los. Am Wochenende startet die NASCAR in ihre Saison. Die Startaufstellung steht und die Favoriten sind schon ausgemacht, aber einige Fahrer haben noch Probleme.

Top-Tempo 300, spektakuläre Windschattenduelle und waghalsige Überholmanöver - darauf hat die amerikanische NASCAR-Nation sehnsüchtig gewartet. Ab sofort geht es wieder rund auf den Ovalen: Mit der 50. Auflage der legendären "Daytona 500", der 500 Meilen von Daytona, startet die NASCAR-Serie an diesem Wochenende, 17. Februar 2008, in ihre neue Saison. Doch nicht alle können Vollgas geben. Wegen vieler finanzieller Fragezeichen drücken zahlreiche Teams bereits vor dem Startschuss auf dem Daytona International Speedway auf die Bremse. Gut ein Dutzend Fahrer dreht seine Runden ohne Sponsor, der bekannteste ist Jacques Villeneuve. Der kanadische Formel-1- Weltmeister von 1997 fährt für das Außenseiterteam Bill Davis Racing. "In dieser Situation hätten wir vor zwei Monaten sein müssen, aber nicht jetzt, kurz bevor es losgeht. Uns fehlen Leute, viele Sachen wurden viel zu langsam angegangen und letztlich waren wir dann zu spät dran. Deshalb müssen wir jetzt viele Dinge zwischen den Rennen erledigen. Das ist alles nicht ideal, aber da müssen wir durch", sagte der 36-Jährige, der vor seiner ersten kompletten Saison im Sprintcup, der höchsten der drei NASCAR-Rennserien, steht.

Montoya soll, Earnhardt will gewinnen

So knapp war es in Daytona 2007: Mit einem Vorsprung von nur 0,2 Sekunden siegte Kevin Harwick vor Mark Martin nach 500 Meilen.

"Montoya soll um den Titel mitfahren." Das betonte Teamchef Chip Ganassi und sorgte damit sogar beim selbstbewussten Südamerikaner für Verwunderung. "Wenn er das sagt, meint er wohl, dass wir uns als Team insgesamt verbessern sollen." Letztendlich komme es darauf an, "wie wir als Team zusammenarbeiten." Der kesse Kolumbianer wurde nach seinem Wechsel aus der Formel 1 im Vorjahr "Rookie of the Year", bekam für einem Sieg und sechs Top-Ten- Platzierungen reichlich Ovationen. Im Gesamtklassement fuhr JPM auf einen viel beachteten 20. Rang. Nach dem denkwürdigen Debüt hat Ganassi dem 31-Jährigen für die neue Saison ein Top- Budget von 22 Millionen Dollar und einen leistungsstarken Dodge zur Verfügung gestellt.

Ein perfektes Zusammenspiel lieferte die Mannschaft von Hendrick- Motorsports, die in der Vorsaison 18 der 36 Rennen gewann und mit Jimmie Johnson und Jeff Gordon das Top-Duo der Meisterschaft unter Vertrag hatte. Als Verstärkung kommt in der neuen Saison Dale Earlhardt Jr., der populärste Pilot der Branche.

Ernhardt hat schon im Vorfeld seine Ambitionen auf den Titel unterstrichen. Mit seinem Sieg im Budweiser-Shootout am 9. Februar und dem Gewinn des Gatorade-Duell am 14. Februar, Montoya lief hier auf Rang sieben ein, waren schon seine ersten Renneinsätze für das Hendrick-Team von Erfolg gekrönt.

Die Startaufstellung steht fest

Mit ihren Platzierungen in den Gatorade-Duellen haben noch vier Piloten den Sprung ins Starterfeld der Daytona 500 gepackt: Kenny Wallace, Brian Vickers, John Andretti und Dale Jarrett können sich  noch in die Startliste einschreiben. Mit A.J. Allmendinger, Jacques Villeneuve und Patrick Carpentier sind allerdings einige NASCAR-Promis auf der Strecke geblieben und dürfen schon nach Hause fahren. Das Jubiläums-Rennen in Daytona findett am Sonntag um 21:30 MEZ statt und ist live auf dem Premiere-Sportkanal zu sehen.

Autor: Sven-Jörg Buslau

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