Navigation mit dem Handy

Navigation mit dem Handy

Navigation mit dem Handy

— 14.01.2004

Gelegentlich günstig

Das Handy als Pfadfinder im Auto. Vor einigen Jahren noch Zukunftsmusik, heute Realität. Wir haben zwei Anbieter getestet.

Navigieren nach Bedarf

Navigieren im Auto ist bislang eine Domäne fest eingebauter Geräte. Doch die so genannte Offboard-Navigation, also die Zielführung per Handy, wird immer beliebter. Pionier auf dem Gebiet ist T-Mobile. Der Telefonriese lotst Autofahrer seit rund zwei Jahren mit dem T-Navigate auf diversen Nokia-Handys ans Ziel.

Konkurrenz kommt nun von Wayfinder. Ebenfalls auf Nokia-Handys, aber mit der Mobile-Navigator-Software von Navigon. Interessant sind beide Lösungen wegen des Einstiegspreises. Während ein herkömmliches Navigationssystem mehr als 1000 Euro kostet, ist man bei T-Mobile ab 249,95 Euro dabei, bei Wayfinder für 499 Euro.

Klingt interessant. Aber wie exakt arbeiten die Telefon-Navigatoren, und wie steht es um die Betriebskosten? Ein klarer Pluspunkt bei Offboard-Lösungen: Der regelmäßige Kauf von Karten-CDs entfällt (180 Euro für Europa). Die stets aktualisierten Daten liegen auf einem Zentralrechner, der die Strecken berechnet und ans Handy sendet. Sogar Staus und Baustellen werden dabei berücksichtigt.

Vielnutzer fahren mit CD besser

Das Handy führt den Fahrer über eine kabellose GPS-Antenne zum Ziel. Das funktionierte im Test sogar metergenau. Korrekturen nach Fahrfehlern kamen schnell und ausreichend präzise. Bei Wayfinder kann – anders als bei T-Mobile – sogar eine Fußgängernavigation eingestellt werden. Dann werden auch Routen in Fußgängerzonen und in Gegenrichtung von Einbahnstraßen berechnet, Autobahnen und Schnellstraßen ausgeklammert.

Wer sich jetzt schon entschieden hat, sollte noch mal den Taschenrechner anwerfen. Denn pro Route, egal ob kurz oder lang, kassiert T-Mobile 1,99 Euro. Vielfahrer mit Festeinbau, die jedes Jahr eine neue Karten-CD für 180 Euro kaufen, fahren nach 90 Routen günstiger.

Bei Wayfinder kommen zum Abo-Preis (149 Euro/Jahr) je nach Telefongesellschaft monatlich bis zu 4,95 Euro für den Datentransfer dazu. Ob navigiert wird oder nicht. Nebenkosten/Jahr: ca. 210 Euro. Fazit: Für Gelegenheits-Navigatoren ist T-Navigate eine interessante und preisgünstige Lösung. Vielfahrer navigieren mit dem Wayfinder oder einem Festeinbau auf Dauer preiswerter.

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