Günstige Navis im Test

Navigationsgeräte

— 28.05.2008

Nur drei Pfadfinder helfen gut weiter

Was taugen Navigations-Geräte zwischen 200 und 400 Euro? Sind die teuren Geräte besser, schneller, im Detail der Navigation exakter? AUTO BILD hat sechs Geräte miteinander verglichen.

AUTO BILD wollte wissen, wie es in der Preisklasse zwischen 200 und 400 Euro aussieht. Keine Frage: Die teuren Geräte sind durch die Bank besser, schneller, im Detail der Navigation exakter. Orientierungsprobleme gab es in Neubaugebieten oder auf brandneuen Autobahnabfahrten. Staumelder sind in dieser Klasse Standard. Und den Geräten reicht selbst ein schwaches GPS-Signal zur Ortung. Enttäuschend: Drei Probanden hatten keine Freisprechfunktion fürs Handy. Die Testergebnisse lesen Sie in unserer Bildergalerie. Das Fazit vorab: Wer häufiger navigieren muss, solle auf keinen Fall zu einem Billig-Navi greifen.

So teuer sind die neuen Straßen

Findet das Navi den Weg nicht mehr, wird es teuer. Neue Karten kosten viel.

Findet das Navi den Weg nicht mehr, wird es teuer. Neue Karten kosten viel.  Ein schlauer Plan der Navigationshersteller: Autofahrer sollen jedes Jahr neue Karten für ihr Navigationsgerät kaufen. Dann klingelt es in den Kassen der Hersteller. Ein teures Vergnügen: Je nach Länderabdeckung – nur Deutschland oder Europa komplett – werden zum Teil mehr als 300 Euro fällig. Grund: Die Digitalisierung der Karten und die Aufnahmen neuer Straßen kosten Geld. Geschätzte 300 Millionen sind es für ganz Europa. Klar: Diesen Aufwand sollen die Käufer bezahlen. Damit die Rechnung aufgeht, warnen Karten- und Gerätehersteller eindringlich: Jedes Jahr, so die Firmen, verändern sich 30 Prozent der Straßendaten. Wer alte Karten nutzt, kommt womöglich nicht mehr ans Ziel. Unsinn! Jährliche Updates braucht nur, wer das Navi beruflich nutzt. Zum Beispiel Vertreter. Die landen mit alten Karten schnell mal in der Sackgasse. Otto Normalfahrer kann die eine oder andere Neuauflage auslassen. Denn die Updates bringen zwar auch frische Straßendaten, vor allem aber neue Optik und Anwendungen, wie Spurassistenten oder Sehenswürdigkeiten in 3D. Die sind teils sinnvoll, teils nette Spielereien – auf jeden Fall aber beim übernächsten Kartenupdate auch dabei.

Spar-Tipp

Wer ein mobiles Navi mit Karten von Deutschland oder der D/A/CH-Region benutzt, kann sein Gerät meist einfach und günstig zur Europaversion aufrüsten. Statt Deutschland- verarbeiten viele Geräte auch die Europa-Karten. Die gibt es gegen geringen Aufpreis. Beispiel: Deutschland kostet für das TomTom Go 520T rund 50 Euro. Für 30 Euro mehr gibt’s Europa wie im Tom-Tom Go 720T. Das lohnt.

Autor: Stefan Szych

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