Mittelklasse-Navis im Vergleich

Navigationssysteme: 13 Autos im Test

— 26.06.2014

Wer hat das beste Navi?

Wie gut sind neue Navis beim Umfahren von Staus? Im Test: 13 Systeme in der Mittelklasse – mit teils frechen Aufpreisen.

Kleines Kästchen, große Wirkung. Da fährt man nichts ahnend im Auto, lässt sich vom Navi leiten. Plötzlich: rote Bremsleuchten, Warnblinker – Stau. Eine Baustelle! Und das Navi hat nix gewusst. Extrem nervig. Andere Fahrer hatten wohl eine Vorwarnung bekommen. Der Kleinwagen vorhin mit seinem Nachrüst-Navi in der Frontscheibe war rechtzeitig abgefahren und ist sicher fast zu Hause. Und wir im 40.000-Euro-Auto mit Festeinbau-Werksnavi haben die – Verzeihung – A...-Karte gezogen und stecken im Stop-and-go.

Die Aufpreispolitik ist teilweise atemberaubend

Im Lexus IS 300h ist das 2600 Euro teure Navi an die 4600 Euro teure "Executive Line" gekoppelt.

Woran hat’s gelegen, dass der andere besser durchkam? Echtzeit-Verkehrsinformation heißt die Zauberformel: Die Navis erhalten Live-Informationen über die Verkehrslage und lotsen um dichten Verkehr und Staus herum. Das spart Stress. Besonders bei den hochpreisigen Autos könnte man ja erwarten, dass solch eine komfortable Funktion zur Grundausstattung beim Navi gehört – oder zumindest gegen einen kleinen Aufpreis erhältlich ist. Aber weit gefehlt! Audi schlägt für die Echtzeit-Verkehrsinformation beispielsweise beim A4 auf das 2810 Euro teure Navisystem "Plus" noch 370 Euro fürs Multifunktionslenkrad, 115 Euro fürs Fahrerinformationssystem mit Farbdisplay, 600 Euro für Audi Connect mit Autotelefon und 190 Euro für die Mittelarmlehne vorn drauf. Macht unverschämte 4085 Euro! Kleines Feature, riesiger Aufpreis? Kein Wunder, dass viele Käufer vor einem Kauf zurückschrecken. Deswegen machen wir von AUTO BILD den großen Test: Wie viel intelligentes Navi gibt es in den Mittelklasseautos? Und noch wichtiger: zu welchem Preis?

In diesen Kategorien haben wir getestet

Telefon: Hier prüfen wir, ob das Handy-Telefonbuch im Auto dargestellt werden kann, der Zugriff auf SMS und E-Mails möglich ist und ob es eine USB-Ladebuchse gibt. Online/Apps: Punkte gibt es, wenn das getestete Auto eine eigene Mobilfunkverbindung hat, das System SMS und Mails vorlesen, beziehungsweise der Fahrer diese via Spracheingabe diktieren kann und wenn das Infotainmentsystem Zugang zu Apps hat. Navigation: In dieser Kategorie geht es darum, ob sich eine Navi-App vom Handy auf dem Display im Auto anzeigen lässt und ob das eingebaute Navi eine aktive Stauumfahrung hat. Audio: Neben den möglichen Audioquellen (USB, Bluetooth, iPod-Unterstützung) testen wir, ob Musik via Bluetooth in Stereo übertragen wird.
Autor:

Stefan Voswinkel

Fazit

Unser Connectivity-Test zeigt, dass die deutschen Hersteller Audi, BMW und Mercedes ihre Mittelklasse am besten vernetzt haben. Allerdings so unverschämt teuer, dass sie im Fall von Audi und Mercedes trotz Technik-Details aus der Luxusklasse nicht gewinnen können. Wie es besser geht, zeigt Mazda. Das Multimedia-System des 6 ist technisch einfacher gestrickt. Doch es funktioniert trotzdem erstaunlich gut – und ist mit einem Preis von 1500 Euro für viele Käufer erschwinglich.

Stichworte:

Navigationsystem

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