Fahrer mit Navigationsgerät

Navis: Pro und Kontra

— 22.10.2010

Navigationsgeräte: Fluch oder Segen?

Sind Navigationsgeräte Fluch oder Segen? Rauben Navis die Orientierung oder nehmen sie den Stress? Zu den Meinungen aus der Redaktion folgen Sie bitte dem Weg nach unten.

"Navis sind die beste Erfindung seit dem Rad", sagt AUTO BILD-Redakteur Stefan Szych. Er ist ein Jünger der modernen Suchhilfe.

Ohne Navigationsgeräte wären wir auf unseren Straßen arm dran. Sie sorgen dafür, dass selbst Zeitgenossen ohne Orientierungsvermögen ans Ziel kommen. Und nicht durch langsame Suchfahrten die Straßen verstopfen. Navis machen auch Schluss mit jenen hilflosen Chaoten, denen erst kurz vor der Kreuzung einfällt, dass Sie auf der falschen Spur stehen. Denn das Navi sagt ihnen schon zwei Kreuzungen vorher, wo es langgeht. Dazu kommen die Staumeldungen. Im besten Fall empfiehlt das Gerät gleich eine Alternativ-Route – Klasse!

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AUTO BILD-Redakteur Stefan Szych

Und, Hand aufs Herz, haben Sie sich nicht auch schon mal nachts in einer fremden Stadt restlos verfranzt und mussten nach dem Weg fragen? Mit einem Navi sind Sie diese Sorge los. Außerdem zeigt der elektronische Lotse nicht nur, wo man billig tanken oder sicher parken kann. Er kennt auch gute Restaurants, findet Outlet-Center fürs preiswerte Shoppen und für die Kinder tolle Freizeitparks. Am Ende des Tages lotst es die Familie noch ins richtige Hotel.

Friedensstifter im Cockpit

Und so ganz nebenbei stiftet das Navi auch noch Frieden. Denn dank der Navigationsgeräte ist Schluss mit unqualifizierten Anweisungen vom Beifahrersitz. Sätze wie "Schatz, ich glaube, da hätten wir abbiegen müssen" sind Geschichte. Denn das Navi kennt den Weg. Immer. Zuverlässig, punkt genau, unbestechlich. Navigationsgeräte sind die beste Neuheit seit der Erfindung des Rads!

"Navigationsgeräte machen uns oft orientierungslos", sagt AUTO BILD-Mitarbeiter Knut Simon. Er lehnt fahrerische Fremdbestimmung ab.

Alter, du hast echt keinen Plan! Sitzt im Auto und weißt nicht, wohin die Reise geht. Obwohl – das Ziel habe ich dir eben genannt, doch die Route kennst du nicht. Stattdessen: verstohlenes Herumfummeln am Navigationsgerät. Hallo? Das hier ist ein Taxi! Muss nicht jeder Chauffeur eine Ortskundeprüfung abgelegt haben? Und danach – alles vergessen? Ist doch nicht wie beim Hochschulstudium!

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AUTO BILD-Mitarbeiter Knut Simon

Was ist bloß drin in den Köpfen heutiger Menschen? Ich tippe auf Gips statt Grips. Wir manövrieren uns selbst in die Bequemlichkeit. Mit Navigationsgeräten. Dass wir langsam die Orientierung verlieren, ist nicht immer Schuld der Politiker. So sinnvoll Navis im dichten Verkehr einer unbekannten Großstadt auch sein mögen, so überflüssig sind sie sonst. Sie nehmen uns zunehmend beides ab, das Denken und das Lenken. Kaum gehen die Warnblinkanlagen der vor uns fahrenden Autos an, zeigt das Navi auch schon das Stauwarnsymbol und will uns schlau umdirigieren. In die rettende Ausfahrt. An der wir gerade vorbeigefahren sind. Aber die ist jetzt auch schon verstopft. Die anderen 500 Fahrer hatten nämlich den gleichen "Geheimtipp" ihres Navis bekommen.

Gute Straßenkarte kaufen!

Mein Tipp: Kaufen Sie sich eine anständige Straßenkarte! Zum Beispiel am Kiosk. Beim Italiener links, die Dritte nach dem Fahrradladen rechts, grünes Haus mit gelber Markise. Zu schwer zu merken? Dann benutzen Sie Ihr Navi! 

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