Sicherheit beim Fahren

Nebel: Fahrtipps

— 22.11.2011

So kommen Sie sicher durch den Nebel

Plötzlich aufkommender Nebel kann eine Autofahrt ganz schnell zum Blindflug machen. Wir sagen, warum es bei Nebel so häufig zu Unfällen kommt und wie sich Autofahrer richtig verhalten.

Jedes Jahr kommt es zu Hunderten von Massenunfällen auf deutschen Autobahnen. Der Grund häufig: Zu geringer Abstand und zu hohes Tempo bei dichtem Nebel. Der wichtigste Helfer beim Erkennen der Gefahr ist die Nebelschlussleuchte. Doch damit kennen sich viele Autofahrer offensichtlich gar nicht aus. Erinnern wir uns: Bei Sichtweiten unter 50 Metern ist die Nebelschlussleuchte einzuschalten. Aber eben auch nur dann, und nicht etwa bei Regen oder Schneefall – oder weil man in vorweihnachtlicher Lichterstimmung ist. Als Hilfe zur Einschätzung der Sichtweite dienen die Leitpfosten – sie stehen auf Bundesstraßen und Autobahnen in der Regel in einem Abstand von 50 Metern. Was viele auch nicht wissen: Mit dem Einschalten der Nebelschlussleuchte ist gleichzeitig eine maximale Geschwindigkeit von 50 km/h vorgeschrieben. Und zwar überall, also auch auf der Autobahn.

Aktueller Fall: Massenkarambolage im Münsterland

Regel Nummer eins bei Nebel: Fuß vom Gas! So sollten sie Ihre Geschwindigkeit anpassen.

Warum aber kommt es bei Nebel immer wieder massenhaft zu Auffahrunfällen? Verkehrspsychologen haben sich mit dem Phänomen Nebelraser intensiv befasst. Und sind zu folgender Erklärung gekommen: Der Autofahrer orientiert sich zwanghaft an den Rücklichtern des Vordermanns. Er fährt so weit an das vor ihm fahrende Auto heran, bis er dessen Rücklichter ausmacht – und fühlt sich gleichzeitig von den Scheinwerfern des wiederum ihm Folgenden bedrängt. Muss in so einer Situation gebremst werden, kracht es schnell. Denn anders als bei klarer Sicht, bei der der Autofahrer in der Kolonne bereits auf das Bremsen der noch weiter voraus Fahrenden reagiert, fällt die Zeit zum Reagieren bei Nebel viel kürzer aus.

Nebel: Die wichtigsten Fakten für Autofahrer

Wie und wo entsteht Nebel? Nebel entsteht durch Kondensation. Dabei kühlt warme, feuchte Luft ab, kann den enthaltenen Wasserdampf nicht mehr speichern. Deshalb bildet sich Nebel auch meist am Abend oder nachts. Da kühle Luft nach unten sinkt, tritt der Nebel häufig in Senken und Tälern auf.

1 von 7

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.