Neue Allradautos
— 03.06.2009
Die 4x4-Zukunft
Mit Hochdruck arbeiten Designer und Ingenieure an neuen Allradautos. AUTO TEST verrät die 4x4-Geheimprojekte der nächsten Modelljahre – und zeigt exklusiv, was da alles auf uns zurollt.
Wirtschaftskrise hin oder her – von der Entwicklung neuer Modelle lässt sich die Autoindustrie nicht abbringen. Denn irgendwann geht jede Krise zu Ende. Und dann starten die Marken am schnellsten durch, die die attraktivsten Modelle im Programm haben. Mercedes plant deshalb für Anfang 2012 mit dem
BLK einen Crossover-Ableger der nächsten
B-Klasse, der rund 5000 Euro preiswerter angeboten wird als der GLK. Der BLK ist etwas kompakter als der GLK, bietet im Innenraum aber fast genauso viel Platz wie sein großer Bruder. Grund dafür ist der quer eingebaute Motor im BLK, der den Vorderwagen kürzer werden lässt und somit mehr Platz für den Passagierraum lässt als beim längs eingebauten Triebwerk im GLK. Die Motoren stammen aus der Palette für die B-Klasse: 2,0-Liter-Turbodiesel in den drei Leistungsstufen 175, 204 und 225 PS, dazu ein ebenfalls 2,0 Liter großer Turbobenziner mit 204 oder 238 PS. Als Alternative zum serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe kommt ein Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe für Automatik-Freunde.
Ende 2009 kommt der XXL-Tiguan mit verlängertem Radstand
Der rund 4,80 Meter lange Tiguan XXL ist zwar primär für den US- und chinesischen Markt gedacht, soll aber auch in Europa starten.
Mit dem BLK hat es Mercedes besonders auf die Kundschaft abgesehen, die bei
VW zum Tiguan greift. Der kompakte VW-Allradler ist das bestverkaufte
SUV aller Zeiten. Und VW lässt sich diesen Erfolg nicht so leicht streitig machen. So kommt neben dem für Mitte 2011 geplanten Facelift, bei dem der Tiguan das neue VW-Markengesicht analog zum
Golf VI erhält, zusätzlich eine verlängerte Version des Wagens ins Programm. Der rund 4,80 Meter lange Tiguan XXL ist zwar primär für den amerikanischen und chinesischen Markt gedacht, soll aber auch in Europa angeboten werden. Die erfolgreiche Tiguan-Technik machen sich demnächst auch die anderen Marken des Volkswagen-Konzerns zunutze. Bei
Seat ist der Tribu schon weit gediehen, er soll im Lauf des Jahres 2010 auf den Markt kommen. Technisch baugleich mit dem VW-Bruder, wendet sich der dynamisch gestylte Spanier an alle, die das Design des Tiguan zu langweilig finden. Die Preise für den Seat Tribu werden etwas günstiger ausfallen als die der vergleichbaren Varianten des Tiguan.
2013 soll der kleine Audi Q1 auf Basis des VW Polo fertig sein
2013, so die aktuelle Planung, soll der Audi Q1 bereit stehen – ein kleiner Allradler auf Basis des VW Polo.
Genau umgekehrt sieht es beim
Audi Q3 aus. Der kommt 2011, übernimmt ebenfalls die Technik vom Tiguan, kostet bei gleicher Motorisierung aber deutlich mehr als der VW. Gebaut wird der Q3 in Bratislava, wo auch
Q7,
Porsche Cayenne und
VW Touareg vom Band rollen. Eine Klasse unter dem Q3 wird
Audi ab Ende 2013 aktiv. Dann rollt mit dem Q1, der in Brüssel gebaut wird, das kleinste SUV eines deutschen Herstellers in die Verkaufsräume. Der edle Kleine basiert auf der Technik des VW Polo, tritt aber deutlich nobler auf und bekommt eine eigenständige Karosserie. Angetrieben wird der knapp vier Meter kurze Q1 ausschließlich von besonders sparsamen Motoren: 1.2-TFSI-Benziner mit 90 PS, 1.4 TFSI mit 125 PS, 1.2 TDI mit 75 PS, 1.6 TDI mit 90 oder 105 PS. Eine Start-Stopp-Automatik, die den Motor bei jedem Halt abstellt, soll serienmäßig an Bord sein. Die Preise für die Allradversionen beginnen zur Markteinführung bei rund 25.000 Euro.
Opel-SUV auf Astra-Basis
Deutlich preiswerter und viel früher als die neuen Audi kommt der
BMW X1. Seine Premiere feiert er auf der IAA im September, bei den Händlern soll er noch im Herbst 2009 stehen. Der kleine Bruder des
X3 ist gar nicht so viel kleiner, wie es die Modellbezeichnung vermuten lässt, sondern in erster Linie flacher. In der Außenlänge liegt er mit 4457 Millimetern auf dem Niveau des
VW Tiguan und ist damit elf Zentimeter kürzer als der X3. Die Preise für den X1 beginnen bei knapp über 30. 000 Euro. Deutlich günstiger soll das neue Opel-SUV an den Start gehen. Auf Basis der nächsten Astra-Generation, die im September 2009 auf der IAA vorgestellt wird, plant
Opel ein SUV mit Allradantrieb und eigenständiger Karosserie. Mit 4,60 Meter Länge ist das neue Auto groß genug, um 2012 den glücklosen
Antara zu ersetzen.
Toyota und Land Rover setzen auf Hybrid-Antriebe
Die vierte Generation des Toyota RAV4 startet Anfang 2012.
Sicher dagegen ist die Ablösung des
Toyota RAV4 durch seinen Nachfolger in drei Jahren. Anfang 2012 rollt die vierte Generation des weltweit erfolgreichen SUV an, das in Deutschland viele Jahre lang Beststeller in seiner Klasse war. Der nächste RAV4 wird sich vom Design her und in der Größe nicht dramatisch von der aktuellen Baureihe unterscheiden. Dennoch wird der neue
Toyota für Aufsehen sorgen. Denn er kommt als erster und einziger SUV in der Kompaktklasse mit Plugin-Vollhybrid-Antrieb auf den Markt. Auch bei Land Rover arbeitet man am kombinierten Benzin-Elektro-Antrieb. Der soll als Mild Hybrid (das Auto fährt nicht rein elektrisch, die E-Motoren unterstützen nur) auch im demnächst kleinsten Modell der Marke Einzug halten, dem so genannten Baby
Freelander. Geplant ist der kleine Land Rover für 2011 – da darf man gespannt sein.
Mehr über die Allradler der Zukunft gibt es im 4x4-Sonderheft der AUTO TEST – aktuell im Handel.
Kommentare zum Artikel (12)
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Wichtig bei dem Fahrertraining im SUV ist die Fahrt durch die Innenstadt und als Höhepunkt die gefährliche Wegstrecke zum Bäcker. Endlich gibt es ein Fahrzeug, dass das Einkaufen ein bisschen einfacher und sicherer macht. Da der Fahrer höher sitzt als in einem normalen PKW, kann er, einmal beim Bäcker angelangt, ohne auszusteigen, direkt vom Fahrersitz das Schaufenster überblicken und von daher schon in der Geländewagenfahrerkabine entscheiden, was er später fressen wird. Endliche gehen Männer einkaufen.
Man sollte männliche Kleinkinder nicht mehr im Sand spielen lassen, dann gäbe es später keinen Bedarf um mit dem 4x4 durch die Stadt zu fahren. Wer fährt schon Prius, wenn man sich auch mit dem 4x4-SUV-Panzer durch die Stadt bewegen kann. Und der dicke Speckbauch, das glänzende Fett in den Haaren und die Goldzähne passen ebenfalls besser zur SUV-Stadt, dem SUV-Bäcker und der SUV-Fussgängerzone. Zum SUV-Automatikgetriebe lässt es sich auch prima die Wurst am Steuer fressen, während die fettigen Ohrläppchen zur Country-Melodie wackeln.
Wann kommt der Dacia 4x4, weiss jemand etwas darüber und wie sieht er aus?
HAllo Martin - zu deinem Kommentar v. 03.06.09
Fertigung in Spanien - bzw. Bratislava = wo ist da der Unterschied ????
Hallo Ludger Schmidt, was machte der *Hanno* - lebt er noch ???
oder hast du Ihn schon gegen 4motion eingetauscht ??
Viele Grüße auch an Marion !!!
Wo ist der Land Cruiser, der im November kommen soll?