Neue China-Marke "Dragon"

Neue China-Marke Dragon Neue China-Marke Dragon

Neue China-Marke "Dragon"

— 28.10.2008

Billig hoch drei

Der Importeur China CAD Automobile wagt sich mit den Modellen City, Grand Ufo und Liner auf den deutschen Markt. Los geht's bei 8999 Euro – das offizielle Go der Behörden steht aber noch aus.

Die Chinesen kommen langsam, aber sie kommen – als Nächstes im Zeichen des Drachen. Unter dem Label "Dragon" führt der Münchner Importeur China CAD Automobile Deutschland drei in Deutschland bislang unbekannte Modelle. Einen Kleinwagen mit Namen "City", ein SUV unter der Bezeichnung "Grand Ufo" und einen Van, der auf dem Namen "Liner" hört. Mit Informationen über Details hält sich CAD aber noch zurück. Klar ist: Zurzeit laufen letzte Test für die europäische Zulassung, Ende November sollen die Drachen das deutsche Straßenbild bereichern. Es könne aber auch bis zum Januar 2009 dauern, sagt Sprecherin Tatjana Podkatilow, die erforderlichen COC-Papiere seien jedenfalls kein Problem. Das hatte Brilliance zuletzt auch in Sachen BS4 behauptet. Dann hatte der Mittelklasse-Chinese aber die EU-Normen beim Fußgängerschutz verfehlt, weshalb er jetzt nur per Einzelabnahme zugelassen werden darf.

Zu den technischen Daten der China-Neulinge (PDF-Download)

Ein SUV mit fünf Türen und 130 PS für weniger als 20.000 Euro: So soll der Dragon Grand Ufo auf Kundenfang gehen.

Vorgestellt hatten die Chinesen die "neuen" Fahrzeuge bereits auf der IAA 2007, damals als Vorserienmodelle und mit dem Hinweis, die Autos würden noch überarbeitet, um deutschen Ansprüchen zu genügen. Vorerst kleinster Dragon ist der City mit 3,70 Metern Länge. Er wird von einem 1,3-Liter-Vierzylinder-Benziner angetrieben, der 83 PS leistet. Dazu kommen ABS und Frontairbags, eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung, elektrische Fensterheber, Servolenkung, Einparksensoren hinten und eine Klimaanlage zum Kampfpreis von 8999 Euro. ESP gibt es nicht, auch nicht für den Grand Ufo. Das große unbekannte Fahrobjekt macht eigentlich gar keinen unbekannten Eindruck, sondern erinnert an den alten Toyota RAV4. CAD packt den Grand Ufo in die Kategorie Softroader, in der Basis mit Frontantrieb soll er 19.900 Euro kosten. Allrad gibt es als Option, unter der Haube werkelt ein 2,4-Liter-Vierzylinder mit 130 PS von Mitsubishi. Dritter Drache im Bunde ist der Großraum-Van Liner. Er teilt sich den Motor mit dem Grand Ufo, hier wurde das Aggregat allerdings serienmäßig an eine Viergang-Automatik gekoppelt. Sieben Sitze sind zum Preis von 24.900 Euro Serie, weitere Details noch unklar.

Montage in der Ukraine

Im Gegensatz zu den bereits angebotenen Modellen Ufo und GX6 werden die Dragon-Fahrzeuge nicht in China gebaut, sondern in der Ukraine zusammengeschraubt. Und die Modelloffensive geht weiter: Fürs Frühjahr 2009 kündigt Dragon-Chef Karl Schlössl einen Kleinstwagen namens Dragon XXS an, der mit 6500 Euro die Preisschraube in Deutschland weiter nach unten drehen soll. Zunächst nach Österreich kommt der große Geländewagen Hover, der mit Hochdach und langem Radstand versehen auch in der Transporter-Liga gegen Mercedes Sprinter oder Fiat Ducato antreten soll. Und das zum Kampfpreis von 19.900 Euro. Alle Modelle sind laut CAD auf Wunsch auch mit LPG-Gas-Tank zu haben. Wir sind gespannt, ob der Drache wirklich Feuer speit oder sich der Sturm auf den deutschen Markt nur als laues Lüftchen entpuppt.

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