Neue EU-Verordnung ab 1. Oktober

Neue EU-Verordnung ab 1. Oktober

— 01.09.2003

GVO drückt Reparaturkosten

Nach einer neuen EU-Verordnung können freie Werkstätten künftig günstiger einkaufen. Das bedeutet: sinkende Reparaturkosten. Oder?

Ab dem 1. Oktober können die Kosten für Autoreparaturen sinken, da freie Werkstätten die Ersatzteile künftig erheblich günstiger anbieten dürfen. Der Grund: Die erste Stufe der Gruppenfreistellungsverordnung (GVO) der EU tritt in Kraft.

Die GVO hebt die Wettbewerbsbeschränkungen im Automobilhandel auf. Bislang konnten freie Werkstätten so genannte "Originalteile" ausschließlich beim Autohersteller selbst ordern – mit zum Teil erheblichen Preisaufschlägen. Die neue Verordnung erlaubt es den markenunabhängigen Werkstätten nun, "qualitätsidentische" Ersatzteile als Originalteile direkt von den Produzenten zu beziehen, bei denen auch die Fahrzeughersteller einkaufen. Die Folge sind günstigere Preise, da ein Zwischenhändler wegfällt.

Außerdem können Werkstattbücher und Diagnosegeräte, die bisher nur Vertragswerkstätten zur Verfügung standen, auch von den freien Betrieben genutzt werden. Schließlich hebt die GVO die Händlerbindung auf: Autohändler sind dann nicht mehr verpflichtet, Verkauf, Wartung und Reparatur für nur eine bestimmte Marke anzubieten.

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