Neue Fahrbahnmarkierungen

Neue Fahrbahnmarkierungen

— 28.11.2002

Rubbeln gegen Sekundenschlaf

Mit so genannten Rubbelstreifen längs der Autobahnen will die Polizei in Schleswig-Holstein für mehr Sicherheit sorgen. Das Geräusch beim Überfahren schreckt unaufmerksame oder schläfrige Fahrer auf.

Eine Teststrecke mit Rubbelstreifen längs der Fahrbahn wurde am Dienstag auf der Autobahn 23 bei Heide (Kreis Dithmarschen) eröffnet. Dafür wurde der Fahrbahnrand mit vier Millimeter dicken und 30 Zentimeter breiten Streifenteilen markiert, die untereinander fünf Zentimeter Abstand haben. Das Geräusch beim Überfahren ist auch in Lastwagen deutlich zu hören. Mit einem Preis von knapp vier Euro pro Meter ist die laut Amtsdeutsch "profilierte Randmarkierung" nicht teurer als die herkömmliche Markierung.

Rubbelstreifen gibt es an dänischen und spanischen Autobahnen schon lange. Ein erster Test erfolgte in Schleswig-Holstein auf der Autobahn "7" zwischen Schleswig und Flensburg. Die Abstände zwischen den einzelnen Streifenteilen waren jedoch zu gering. Das Rubbelgeräusch war nur in Personenwagen hörbar, nicht in schweren Lastwagen. Die Rubbelstreifen könnten zahlreiche Unfälle verhindern, sagte Werner Jaudt von der Verkehrspolizeidirektion Schleswig-Holstein. Im vergangenen Jahr starben auf Deutschlands nördlichsten Autobahnen bei 750 schweren Unfällen 19 Menschen, 1159 wurden verletzt. Unfallursache war in knapp der Hälfte der Fälle ein Abkommen von der Fahrbahn.

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