Neue Feinstaub-Verordnung

Neue Feinstaub-Verordnung Neue Feinstaub-Verordnung

Neue Feinstaub-Verordnung

— 01.03.2007

Wer darf noch in die Innenstadt?

Jetzt wird's ernst für "alte Stinker". Deutschlands Städte planen Umweltzonen – Durchfahrt nur mit Schadstoff-Plakette. BILD erklärt, wie's funktioniert.

Alles Wichtige zur Feinstaub-Verordnung

Kommen Besitzer alter Autos bald nur noch mit Bus und Bahn in die City? Die ab heute geltende Feinstaub-Verordnung verpflichtet Städte und Gemeinden auf Einhaltung der Feinstaub-Grenzwerte. Dazu gehören sogenannte Umweltzonen, die für alte Stinker künftig tabu sind. BILD beantwortet die wichtigsten Fragen, die sich alle Autofahrer jetzt stellen.

Welche Städte planen Umweltzonen? Berlin, Hannover, Essen, Düsseldorf, Köln, Dresden, Frankfurt/M., Mannheim, Nürnberg, Karlsruhe, Stuttgart, Augsburg, München, Freiburg haben die Einrichtung bereits angekündigt.

Welche Autos dürfen künftig noch in die Umweltzonen einfahren? Dies regelt die Kennzeichnungsverordnung. Je nach Umweltfreundlichkeit des Fahrzeugs gibt es grüne, gelbe oder rote Plaketten. Millionen Autos bekommen gar keine.

Welche Plakettenfarben berechtigen zur Einfahrt in die Umweltzonen? Das entscheiden Städte und Gemeinden individuell. Fahrzeuge ohne Plakette dürfen garantiert nicht in die Umweltzone. Nach jetzigem Stand sind das 6,7 Mio. Autos. Wenn auch Kfz mit der roten Plakette ausgesperrt werden, sind es sogar rund 10 Millionen.

Muss jedes Auto künftig eine Plakette haben? Ja, wenn man in eine Umweltzone fahren will (Strafe sonst 40 Euro und ein Punkt in Flensburg). Motorräder sind ausgenommen.

Muss ich die Plakette jetzt sofort besorgen? Nein, denn die ersten Umweltzonen werden erst im Sommer eingerichtet (im Stuttgarter Raum). Weitere Städte und Regionen werden folgen. Wer nie in Gegenden mit Umweltzone fahren will, braucht auch künftig keine Plakette.

Wo gibt es die Plaketten und wie teuer sind sie? Die Plaketten gibt es überall, wo auch Haupt- und Abgasuntersuchungen für Kraftfahrzeuge gemacht werden (TÜV, Dekra, GTÜ usw.) Die Plaketten kosten zwischen 5 und 10 Euro.

Welche Fahrzeuge sind vom Fahrverbot am ehesten betroffen? Alte Dieselfahrzeuge ohne Rußfilter. Und alte Benziner (sogar mit Katalysator aus der 1. Generation), für die es aber Ausnahmegenehmigungen geben könnte (Entscheidung steht noch aus).

Was muss ich tun, wenn mein Diesel keine Plakette bekommt? Viele Modelle können mit einem Rußfilter nachqerüstet werden, etwa von Twin-Tec.
Was kostet Nachrüsten? Zwischen 500 und 750 Euro (für ältere Autos teurer). Der Staat beteiligt sich mit 330 Euro Steuererlass. Außerdem entfällt die sonst fällige Kfz- Steuererhöhung (1,20 Euro pro 100 ccm, bei 2 Liter Hubraum sind das 24 Euro pro Jahr). Nachrüsten lohnt, weil Stinker bald so gut wie unverkäuflich sind.

Was muss ich tun, wenn mein Benziner keine Plakette bekommt? Viele alte Modelle, die nicht einmal die Euro-1-Einstufung haben, können einen sogenannten Kaltlaufregler (125 Euro inkl. Einbau) z.B. von TWINTEC nachrüsten, der die Steuer halbiert und die grüne Plakette beschert.

Welche Plakette bekommt mein Auto?

Ein Blick in den Fahrzeugschein zeigt, welche Plakette Ihr Auto bekommt. Ist das Fahrzeug vor dem 1. Oktober 2005 zugelassen, steht die entscheidende Zahl im Feld "zu 1" (Bild links). Bei jüngeren Autos im Feld "14.1" (Bild rechts unten).


Bei jüngeren Autos steht der Emissionsschlüssel im Feld "14.1".

Die Kennziffern aus dem Fahrzeugschein zeigen, wie Ihr Auto eingestuft wird. Es gelten dabei jeweils nur die letzten beiden Ziffern. Die saubersten Fahrzeuge erhalten eine grüne Plakette, die "alten Stinker" gar keine. Welche Endzahlen zu welcher Plakette berechtigen, sehen Sie in der Tabelle unten.

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