Neue Formel-1-Regeln

Neue Formel-1-Regeln

— 25.10.2004

FIA bremst die Königsklasse

Ein Motor für zwei Rennen, nur noch ein Reifensatz pro Wochenende – mit diesen Auflagen geht die Formel 1 ab 2005 an den Start.

Formel 1 ohne spannende Boxenstrategie? Autos, die mehr dahindümpeln als rasen? Haltbarkeit statt Rasanz in der Königsklasse? Es sieht fast so aus. Der Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) hat im Streit um das Formel-1-Reglement für 2005 ein Machtwort gesprochen. Das wird kein Spaß für Schumi und Co.

So sieht die Regel-Bremse der FIA aus: In der kommenden Saison darf beim Qualifikationstraining am Samstag und beim Grand Prix am Sonntag pro Auto nur noch ein Satz Reifen verwendet werden. Das heißt: Die Auswahl für Qualifikation und Rennen aus vier Reifensätzen (zwei weiche, zwei harte) muß der Fahrer am Freitag beim freien Training treffen – anschließend darf während des gesamten Wochenendes nicht mehr gewechselt werden. Ausnahme: Regen oder Reifenplatzer.

Eine weitere Änderung droht die Königsklasse zur Langstreckenmeisterschaft werden zu lassen: Die Motoren müssen künftig zwei komplette Renn-Wochenenden lang halten. Es sei denn, im ersten Rennen platzt ein Aggregat. In diesem Fall darf es für das folgende Rennen getauscht werden; die bisherige gültige Strafe, den Fahrer dann nach verpatzter Qualifikation zehn Startplätze nach hinten zu stellen, enfällt aber.

Die Folge: Die Formel 1 wird deutlich langsamer. Haltbarere Triebwerke bedeuten weniger Drehzahl, damit weniger Leistung und im Endergebnis geringere Geschwindigkeiten. Reifen, die wegen ihrer wesentlich längeren Lebensdauer härter sein müssen, erlauben kein so hohes Kurventempo. Dazu passen auch die ebenfalls ab 1. März 2005 wirksamen Änderungen im aerodynamischen Bereich bei den Flügeln, dem Diffusor und dem Unterboden.

Und demnächst wird noch stärker auf die Bremse getreten: Der Motorsport-Weltrat beschloß wie erwartet eine einschneidende Leistungseinschränkung der Motoren. Ab 2006 müssen die aktuellen Dreiliter-Triebwerke mit zehn Zylindern auf 2,4-Liter-Versionen mit acht Zylindern abgespeckt werden. Die Motoren sollen statt bisher etwa 1000 nur noch etwa 700 PS leisten. Zudem gelten Einschränkungen beim Design und Material. Um die kleineren, werksunabhängigen Rennställe nicht zu bestrafen, können die derzeitigen Triebwerke bis 2007 weiter eingesetzt werden, allerdings mit reduzierter Drehzahl.

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