Neue Interessenten für Saab

Neue Interessenten für Saab

— 07.01.2010

Countdown für Saab

Der Kampf ums Überleben für Saab geht weiter. Offenbar gibt es noch Interessenten, die Angebote planen. Unterdessen hat ein Saab-Fan ein "Rettungsvideo" bei YouTube eingestellt.

(dpa/sb) Im Ringen um das Überleben des schwedischen Autobauers Saab hat am Donnerstag (7. Januar 2010) die letzte Runde begonnen. Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker besserte sein Angebot für Saab nach eigenen Angaben nochmals nach. Zudem würden auch zwei schwedische Investoren "Last-Minute"-Angebote vorlegen, schrieb die Zeitung "Dagens Industri". Um wen es sich dabei konkret handelt, wollte der schwedische Industrieminister Jöran Hägglund zunächst nicht sagen. Nach Informationen von Radio Lëtzebuerg soll auch die luxemburgische Investment-Gruppe Genii Capital über die Übernahme von Saab verhandeln. Das habe Vorstandsmitglied Gérard Lopez dem Sender bestätigt. Dabei arbeite die Gruppe mit zwei ausländischen Partnern zusammen. Im Dezember 2009 hatte Genii Capital für Aufsehen gesorgt, als bekannt wurde, dass das Unternehmen die Mehrheitsanteile am Formel-1-Rennstall Renault übernehmen wird.

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Als Frist für die Einreichung oder Nachbesserung von Angeboten hatte der Saab-Mutterkonzern General Motors 23.00 Uhr Mitteleuropäischer Zeit am 7. Januar genannt. Spyker-Chef Victor Muller gab sich wenige Stunden davor optimistisch. "Ich denke, sie werden unser zweites, verfeinertes Angebot akzeptieren", sagte er. Zuvor hatte GM-Chef Ed Whitacre Journalisten allerdings gesagt, die Chancen für einen Verkauf von Saab stünden schlecht: "Wir haben gesagt „Kommt mit dem Geld und ihr könnt es haben“, aber sie konnten kein Geld vorweisen." GM hatte die Abwicklung von Saab angekündigt, falls sich bis Ende 2009 kein Käufer findet, dann jedoch die Frist für eine endgültige Entscheidung verlängert. Saab hat in den vergangenen 20 Jahren als GM-Tochter fast durchweg Verluste eingefahren.

Der Saab-Retter-Song

Unterdessen machen auch Fans der Marke Saab mobil. David Blumberg hat eigens einen Song zu Rettung der Kultmarke komponiert und ihn zusammen mit einem Video bei YouTube eingestellt. "Griffin up!" soll mit rockigen Klängen wachrütteln und nicht zuletzt dazu beitragen, dass tausende Arbeitsplätze bei Saab erhalten bleiben. Im Clip sind Studien und Modelle von Saab zu sehen. Bisher haben mehr als 115.000 User (Stand 7. Januar) den Clip angeklickt. Ob das reicht, um Saab zu retten, ist fraglich. Zumal der Ausverkauf der Marke bereits begonnen hat: Mitte Dezember 2009 war bekannt geworden, dass der chinesische Autokonzern BAIC Teile von Saab übernimmt und so Zugriff auf wichtiges Know-how erhält. Die Beijing Automotive Industry Holding (BAIC) hat die Saab-Technologie für die beiden Modelle 9-5 und 9-3 gekauft.

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