Neue Marke aus China

Neue Marke aus China

— 05.01.2012

2013 kommt Qoros

Eine neue Automarke aus China will Europa erobern. Das erste Modell von Qoros kommt 2013. Hinter Qoros stehen viele ehemalige Manager und Designer von europäischen Marken.

Seit Jahren erwarten wir den Ansturm chinesischer Autos auf Europa. Doch bisher war der Sturm eher ein laues Lüftchen, Marken wie Brilliance erwiesen sich nicht nur in verheerenden Crashtests als Flops. Mitte 2013 könnte sich das ändern, dann will Qoros Europa erobern. Das Unternehmen wird ausgerechnet in der hart umkämpften Kompaktklasse antreten. Nicht unbedingt gegen VW, Opel oder Ford, sondern vielmehr gegen die koreanische Konkurrenz von Hyundai und Kia. Hinter Qoros stecken der chinesische Autobauer Chery und der israelische Mischkonzern Israel Corp, die seit der Gründung des Joint Ventures nach eigenen Angaben bereits eine Milliarde Euro investiert haben. Anders als bei vielen Joint Ventures europäischer Marken in China, greifen die Chinesen nicht nur auf das Wissen und die Technik ihrer ausländischer Partner zurück, sondern halten die Patente an der Entwicklung selbst.

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Die Qoros-Skizze von Ex-Mini-Designer Gert Hildebrand wirkt modern und kraftvoll.

Das "Kernteam" von Qoros hat mit Guo Qian als Vorstand zwar einen Chinesen an der Spitze, aber dahinter ist eine Mannschaft aus Managern und Designern versammelt, die allesamt bei europäischen Unternehmen Karriere machten. So war Vize-Vorstand Volker Steinwascher früher Leiter des USA-Geschäfts bei Volkswagen, Chefdesigner Gert Hildebrand zeichnete den ersten Mini von BMW. Den Löwenanteil der Entwicklungsarbeit hat der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna Steyr geleistet. Damit die Qualität europäische Standards erreicht, wurde der ehemalige Opel-Manager Ralf Nicolas ins Boot geholt. Produziert wird in Changshu westlich von Shanghai, ab 2013 sollen hier 150.000 Autos pro Jahr entstehen, die Hälfte davon für Europa. Einen angestrebten Preis gibt es bereits, er soll zwischen 11.000 und 15.000 Euro liegen. Und weil ein Modell zu wenig wäre, um dauerhaft zu überleben, sollen mittelfristig noch ein Geländewagen und ein Elektroauto folgen.

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