Neue Modelle bis 2014

— 13.10.2011

Autos, auf die wir uns freuen

Morgen wird immer alles besser. Bei Autos stimmt das wirklich: Sie werden schöner, vielseitiger, sparsamer oder günstiger. Bei den Modellen der Zukunft reiben wir uns jetzt schon die Hände.



Die Kompaktklasse wirkt wie ein Kino beim "Fluch der Karibik": rappelvoll, alles zu sehen, nichts Neues. Doch in der Autowelt tut sich bald eine Menge. Da startet Skoda mit dem Felicia seine Billig- Offensive, während am anderen Ende Audi mit seinem A3 die Finesse der Luxusklasse einführen will. Spannend wird auch die A-Klasse: ein Kompakter wie alle anderen – gibt's das? Das Fazit: Größer, breiter, länger, aber auch besser? Die neue Mercedes A-Klasse geht völlig neue Wege und will sogar dem 1er-BMW Konkurrenz machen. Und dann kommt da auch ein hochwertigerer Audi A3. Bei den Premium-Kompakten dominieren also weiterhin die Deutschen. Den Gegenpol zum teuren A3 bildet der neue Billig-Skoda mit Traditionsnamen. Gut so. Auch der kleine Geldbeutel soll sich freuen dürfen.

Vans: kompakter, billiger, sportlicher

Dacia will den Van-Markt aufmischen – mit einem Raumriesen für 13.000 Euro.

Wie ein Kaugummi am Reifen klebt am Van das Vorurteil, ein Langweiler zu sein: Nun, die Aufzucht von Nachwuchs zählt nicht gerade zu den Abenteuer-Jahren im Leben. Wenn doch, möchte man keinen Zusatz-Stress im Auto. Trotzdem wird sich bei den Raumwundern Erstaunliches tun: Dacia verschiebt die Vorstellung, dass Vans teuer sein müssen. VW widersteht dem Zwang zum ewigen Wachstum, und Renault kreuzt sein Raumauto mit einer Spielekonsole für Papi. Ganz großes Kino! Das Fazit: Vans haben eine große Zukunft, denn sie bieten die Vorteile eines SUV – wie hohes Sitzen – ohne dessen Eselsfuß: Die Raumautos sind leichter, sind sparsamer. Was ihnen an Optik und Pep noch fehlt, holen sie in den nächsten beiden Jahren nach. Vor allem Renault zeigt, wie in der Grauzone zum Allradler ein neuer Trend entstehen könnte: der Cross-Van als rollende Multimedia-Lounge.

SUVs: Der Speck muss weg, Allrad ist kein Muss

Schluss mit dem Rentner-Image: Der Mercedes BLK setzt auf dynamische Optik.

Die schweren Zeiten sind vorbei – zumindest gilt das für SUVs. Dickschiffe wie ML, X5 und Co haben lange genug (allein) CO2 verschleudert. Inzwischen erleichtern die kompakten Typen à la VW Tiguan die Szene, nun geht's nochmals eine Stufe runter. Im positiven Sinne. Polo, Corsa und B-Klasse wachsen über sich hinaus, mutieren zu markigen Offroadern. Leichter, kleiner, mit weniger kräftezehrender (Allrad-)Technik bestückt, sinken Verbrauch und Klimabelastung. Klasse: Der SUV-Spaß an der robusten Optik und der höheren Sitzposition bleibt trotz Diät erhalten. Das Fazit: Eigentlich mochten wir SUVs schon immer. Robuster Auftritt, reichlich Übersicht, hohe Sitzposition, viel Platz, variable Innenräume. Doch viele von ihnen waren einfach zu durstig und sperrig. In den nächsten Jahren rückt endlich eine neue, kleinere und sparsamere Generation SUV an. Wendig genug für die Innenstadt, variabel für die moderne Kleinfamilie, sparsam und preiswert. Darauf freuen wir uns.

Coupés: neuer Glamour

Coupés sind automobile Modeartikel – schön, schmückend und trendy. Hier zählen Strömungen und alles, was neu ist. Der jüngste Hype in der Welt der Hübschen heißt "vier Türen": Was Mercedes CLS und Porsche Panamera vorgemacht haben, zieht bald eine Preisklasse tiefer ein. Und wird dort für frischen Wind sorgen, wo das Mittelklasse-Coupé belächelt zwischen Renner und Rentnertraum dahindämmerte. Vergessen wir nicht, dass die hinteren Türen auch zusätzlichen Nutzwert bringen – das Coupé wird immer mehr Alternative zur Limousine. Das Fazit: Die Autos von morgen werden schöner. Keine Klasse beweist das so eindrücklich wie die Coupés, die aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen: Wir freuen uns auf neue, klangvolle Marken wie Jaguar, auf den Chic der viertürigen Neuheiten von BMW und Mercedes und auf moderne Spartechnik. Denn wer viel Geld für Mode-Autos ausgibt, hat auch ein paar Euros für teure Hybridantriebe übrig. Die werden sicher kommen.

Kleinwagen: mit schlankeren Abmessungen und E-Motor durch die Stadt

Nur der Name steht noch nicht fest: Kommt der VW up! als Lupo auf den Markt?

Die Städte werden voller, die Spritpreise steigen, die EU schreibt Sparmotoren vor – das klingt für Autofahrer alles nicht besonders freundlich. Doch es gibt einen Ausweg, und der passt gefühlt auf einen Bierdeckel: Kleinwagen – sie werden laut einer Studie schon 2015 so oft gekauft werden wie Kompakte. Was auch am Angebot liegt, das in der Dreieinhalb-Meter-Klasse kräftig wachsen wird. Der neue VW, ein Dacia als Preisbrecher und bald schon der renovierte Panda versprechen eine schöne kurze Welt. Das Fazit: Kleinwagen sind nicht igitt. Kleinwagen können große Freiheit bedeuten – beim Tanken, Einparken oder wenn es am Stammtisch um den geringsten CO2-Ausstoß geht. Gut möglich, dass künftig immer mehr Autokäufer umdenken. Das wissen Hersteller wie VW, Renault oder die Asiaten und steigen in dieser Klasse ein. Die Kleinen werden vermutlich den Blick aufs Auto verändern.

Greencars: neue Technik verspricht mehr Reichweite

Elektro-Blitz aus Rüsselsheim: Eine E-Version des Opel Junior ist für 2014 geplant.

Elektro-Blitz aus Rüsselsheim: Eine E-Version des Opel Junior ist für 2014 geplant.

Willkommen im Goldgräber-Winkel der Autobranche: Bei den alternativen Antrieben blühen Optimismus und eine Vielfalt technischer Lösungen. Reine E-Autos wie Mitsubishi i-MiEV fahren bereits, Opel zieht mit dem Junior 2014 nach. Dass die reinen Stromer in ihrer Reichweite beschränkt sind, wollen Hybridautos mit zwei Motoren wettmachen. Geht der Saft aus, springt der Benziner im Toyota Prius oder Chevrolet Volt an. Ein spannender Kampf der Systeme. Nur: Billig sind Autos aus dem Goldgräber-Winkel noch lange nicht. Das Fazit: Die ersten Elektroautos sind da. Plug-in-Hybriden bringen Toyota und Chevy auf den Markt, Opel folgt als erster Deutscher. Wir haben nachgerechnet: Unter Einbeziehung des Kaufpreises kosten sie im Betrieb mehr als herkömmliche Verbrennungsmotoren, Technik und Batterien sind noch zu teuer. Doch jedes Mal, wenn der Benzinpreis klettert, fällt die alternative Rechnung etwas besser aus.

Retroautos: Die Hersteller heben alte Schätze

Reine Lehre: Mit dem neuen Porsche 911 kehrt auch der echte Targa zurück.

Reine Lehre: Mit dem neuen Porsche 911 kehrt auch der echte Targa zurück.

Wie oft galt Retro schon als erledigt? Als abgenudelt, ideenlos und out? Zu Unrecht, wie unser Blick in die Zukunft beweist. Die Rückbesinnung auf Altes, Erfolgreiches bleibt eine wichtige Ideenquelle für neue Autos. So hebt VW endlich wieder einen Schatz, der lange in der Firmengeschichte geschlummert hat: Der Bulli kommt zurück! So wie Porsche wieder einen echten Targa bauen wird. Und wie erfolgreich die Pflege von Traditionen sein kann, zeigt Mini schon in dritter Generation. Das Fazit: Retro – das ist keine vorübergehende Welle, sondern längst anerkannte Strömung im Autobau, die mehr umfasst als nur das Design. Hier geht es auch darum, ob die Autos glaubwürdige Nachfolger sind und ein Lebensgefühl verkaufen können. Dann fliegen Mini oder Bulli die Herzen zu. Andere verpassen ihre Chance: Renault mit dem R4, Fiat beim 124 oder Ford mit dem Capri.

Sportler: im Trend mit vier Türen und Hybridantrieb

Voll im Trend: Der Estoque wird Lamborghinis viertüriges Coupé – mit Audi-Technik.

Voll im Trend: Der Estoque wird Lamborghinis viertüriges Coupé – mit Audi-Technik.

Luxus hat Konjunktur. Im fernen China wächst die Zahl der Millionäre beinahe so rasant wie die Bevölkerung. Bei Russlands Oligarchen rollt der Rubel. Dank ihrer Ölreserven sind die Scheichs am Golf flüssig wie eh und je. Und weil nach glücklich überstandener Finanzkrise auch Europas Oberschicht wieder gut bei Kasse ist, finden teure Spielzeuge schnell potente Käufer. Große Namen allein genügen allerdings nicht mehr. Auch Lamborghini und Ferrari müssen sich dem Zeitgeist beugen. Dabei fallen alte Tabus, neue Trends werden geboren. Das Fazit: Ein Ferrari, der dank Elektro-Power lautlos aus der Boxengasse pirscht? Oder ein Lambo für Familienväter? Vor Kurzem undenkbar. Aber die Zeiten ändern sich. Beim Klimaschutz werden die Daumenschrauben fester angezogen; auch Exoten können sich nicht entziehen. Und was heute befremdet, ist morgen normal: Beim Porsche mit vier Türen war das auch so.

Neuerscheinungen bis 2014: Alle Details und Bilder zu den Autos, auf die wir uns freuen, gibt es in der Bildergalerie.


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