Neue Probleme bei Saab — 02.02.2010

Spyker in Geldnot

Hat sich Spyker-Chef Muller mit dem Kauf von Saab übernommen? Er räumte jetzt ein, dass Teile der vereinbarten Barzahlungen fehlen. Könnte die Übernahme also doch noch scheitern?

(dpa/sb) Neue Zweifel an der Saab-Übernahme: Dem niederländischen Sportwagenhersteller Spyker fehlt nach eigenen Angaben noch ein Drittel der mit dem US-Konzern General Motors vereinbarten Barzahlung über 74 Millionen Dollar (53,1 Millionen Euro). Spyker-Chef Victor Muller sagte der Zeitung "Svenska Dagbladet" (Stockholm) weiter, er habe "noch viel Zeit", das fehlende Geld bis zum 15. Juli zu beschaffen. Schwedens Wirtschaftsministerin Maud Olofsson wollte die neuen Angaben nicht kommentieren. Muller selbst meinte, die Übernahme könne durchaus noch scheitern, wenn die Europäische Investitionsbank (EIB) die dringend benötigten Krediten ablehne.

Im Überblick: News und Tests zu Saab

Spyker hatte sich Ende Januar 2010 mit General Motors (GM) auf die Übernahme von Saab mit knapp 3500 Beschäftigten geeinigt. Muller verweigerte in dem Interview Auskünfte über die Finanziers des Kaufs. Er wollte auch nicht Stellung zu Medienberichten nehmen, wonach die russische Finanzgruppe Antonow als Spyker-Miteigner auf Drängen der US-Bundespolizei FBI wegen Mafia-Kontakten von jeder Beteiligung an der Saab-Übernahme ausgeschlossen worden sei. Olofsson bestätigte, dass sowohl die Regierung in Stockholm wie auch GM selbst eine Beteiligung Antonows als "erschwerend" für die Übernahme eingestuft hätten.

Vor der Übernahme: Die Stimmungslage in Trollhättan

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Saab-Verkauf

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