Ratgeber Recht & Geld

Neue Regelungen für Autofahrer

— 28.12.2007

Das ändert sich 2008

Wie bei jedem Jahreswechsel gilt auch für 2008: neues Jahr, neue Regelungen. Hier die wichtigsten Änderungen für Autofahrer, die vor allem ins Geld gehen.

Die Politik verspricht unermüdlich "Bürokratieabbau", doch der Amtsschimmel wiehert nur darüber – auch im neuen Jahr. Das alles kommt auf die Autofahrer 2008 zu: • Die ersten Städte in Deutschland werden zum Januar ihre Umweltzonen einrichten, in die dann nur Autos mit entsprechender Plakette einfahren dürfen. • Der Steuersatz für reinen Biodiesel steigt ab Januar um sechs Cent pro Liter auf 15 Cent. Die staatlich verordnete Beimischung von "Biokraftstoffen" steigt für Ottokraftstoffe (Normal, Super, Super plus) von 1,85 auf 3,08 Prozent eines Liters Sprit.  "Bio" klingt immer gut, ist aber in seinem Effekt für die Umwelt zweifelhaft. Da Bio-Kraftstoffe in der Beschaffung wesentlich teurer als herkömmliche Kraftstoffe sind, kann die Vorschrift den Bezinpreis um bis zu zwei Cent pro Liter erhöhen.

Die TÜV-Gebühren werden um bis zu zwölf Prozent erhöht

Die Gebühren für TÜV und AU steigen. Mit Onboard-System wird die AU aber billiger.

• Im Laufe des Jahres sollen auch die Gebühren für die Haupt- und Abgasuntersuchung steigen. Die neue Gebührenordnung des Bundesverkehrsminsteriums sieht Erhöhungen zwischen sechs und zwölf Prozent vor. Die Kosten für die Hauptuntersuchung ("TÜV") steigen um 5,50 auf rund 52 Euro, die Kosten für die AU, je nach Antriebsart, um 2,40 Euro bis 7,15 Euro. Aber: Die AU-Gebühren für Autos mit Onboard-Diagnose sollen um bis zu 16,50 Euro fallen. • Auch bestimmte Bußgelder sollen erhöht werden. Ein Tempo von 26 km/h über dem Limit in der Stadt etwa soll künftig statt mit 60 Euro mit 100 Euro bestraft werden. • Ein erster Alkoholverstoß am Steuer wird statt 250 Euro mit 500 Euro geahndet. Bislang ist dieser Satz erst bei einem zweiten Verstoß fällig. Ein zweiter Verstoß soll künftig bis 1500 Euro teuer werden. • Die Pendlerpauschale von 30 Cent für den Weg zur Arbeit darf zwar ab dem ersten Kilometer als Freibetrag auf der Lohnsteuer karte eingetragen werden. Bestätigt das Bundesverfassungsgericht aber im Lauf des Jahres die neue Regelung, nach der erst ab dem 21. Kilometer abgerechnet werden darf, müssten Autofahrer mit dem vollen Freibetrag Steuern nachzahlen.

Keine Bange: Es gibt auch Verbesserungen für Autofahrer

Nach dem neuen Versicherungsvertragsgesetz müssen Kaskoversicherungen für Verträge, die ab 2008 geschlossen werden, auch bei grober Fahrlässigkeit zumindest einen Teil des Schadens tragen (siehe AUTO BILD 49/07). • Zudem soll der Versicherung nach Abrechnung eines Schadens und anschließender Kündigung durch den Versicherten nicht mehr wie bisher die restliche Jahresprämie zustehen. • Auch wird die gesetzliche Mindestversicherungssumme der Autohaftpflicht bei Sachschäden von 500 000 auf eine Million Euro erhöht. • Europäische Bußgelderimmer wieder angekündigt, immer wieder verschoben: Auch 2008 wird die gegenseitige Anerkennung und Eintreibung von Bußgeldern in der EU nicht kommen. Der Grund: rechtliche Probleme wegen der unterschiedlichen Bußgeldsätze in den Ländern.

Autor: Roland Bunke

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