Neue Techniken

So wird das Autofahren leichter So wird das Autofahren leichter

Neue Techniken

— 11.12.2002

So wird das Autofahren leichter

Und sicherer. Denn unsere Autos werden immer schlauer. In Zukunft nehmen sie uns Routineaufgaben ab.

Entspannter und besser einparken

Wir haben die neuesten Entwicklungen schon mal ausprobiert. Fazit: Fahren dürfen wir noch selbst – aber viel entspannter. Zum Beispiel ...

... mit reserviertem Stellplatz Parkplatzsuche? In Zukunft kein Thema mehr. Es geht ganz einfach: Du sitzt im Auto, der Navi-Bordcomputer-Monitor ist etwas größer als bisher und hat ein paar neue Funktionen. Zum Beispiel diese: Lieblings-Parkhaus eingeben, Datum, Uhrzeit – und flugs wird ein Platz reserviert. Damit keine Zweifel aufkommen, steht das Kennzeichen dran. Die Verbindung schaffen Mobilfunk und spezielle Server, die Parkhäuser müssen natürlich vernetzt sein. Glauben Sie nicht? Gibt es schon, in Köln und noch zu Testzwecken. Schade eigentlich, könnte immer so sein.

… mit Einpark-Automatik Ladys und Angst-Einparker, hier kommt was für euch: der Parkassistent. Mit dem kann jeder einparken. Alle, und sei das Auto noch so groß und die Lücke noch so klein. Und das geht so: Ihr fahrt langsam mit eurem Auto dort entlang, wo ihr parken möchtet. Ein kleines Symbol im Instrument signalisiert, wenn eine Parklücke groß genug ist. Dann bis neben den Vordermann fahren, anhalten, den Rückwärtsgang einlegen (Automatik sollte es aber sein) und einen Knopf drücken. Jetzt geht alles von allein. Langsam fährt das Auto los, das Lenkrad dreht sich hin und her, und auf der Ideallinie parkt das Auto rückwärts ein. Mit perfektem Abstand zum Hintermann und zum Bordstein. Jetzt ein Stück nach vorn fahren, fertig. Wunderbar, aber leider noch nicht ganz serienreif.

Schneller und sicherer bremsen

... mit klugem Radar "Nicht bremsen!", ruft Wolfgang Kampfmann. Spinnt der? Wir schließen ziemlich schnell auf einen Lkw auf, mein Fuß zuckt zum Bremspedal. Aber der Ingenieur vom Zulieferer TRW weiß, was sein ADR-System kann: ADR (für automatische Distanzregelung) bremst von ganz allein und beschleunigt auf die Reisegeschwindigkeit, als der Brummi wieder einschert. Zuverlässig erkennt das Radar vorausfahrende Autos, regelt automatisch die eigene Geschwindigkeit – zwischen Tempo 30 und 180. Ansprechverhalten und der Abstand zum Vordermann lassen sich bequem am Lenkrad einstellen – je nach Sicherheitsbedürfnis. Nach dem ersten Abstands-Radar in der Mercedes S-Klasse gibt es das erweiterte TRW-System jetzt für den VW Phaeton (2300 Euro). Die nächsten Entwicklungsschritte sind Stau- und Spurwechselassistent.

... mit elektronischer Knautschzone Nie mehr Auffahrunfälle? Eine tolle Sache. Und nicht mehr unmöglich. Denn Mercedes hat jetzt ein System entwickelt, das den Abstand zum Vordermann bis zum totalen Stillstand einhält. "Protector" heißt die elektronische Knautschzone, die jetzt für schwere Lkw vorgestellt wurde. Bislang regelt das Abstandsradar zwar den Abstand zum Vordermann recht gut, für einen Nothalt ist es aber nicht ausgelegt. Genau hier setzt Protector an. Es misst die Geschwindigkeit der vorausfahrenden Autos und vergleicht diese mit der eigenen. Wird der Sicherheitsabstand unterschritten, leitet das System zunächst eine sanfte und bei Bedarf auch die Vollbremsung ein. Dazu werden Warnblinker und Hupe eingeschaltet. Protector ist noch nicht serienreif, könnte aber nach ESP und Spurassistent (eine Kamera beobachtet, ob die Fahrspur eingehalten wird) für noch mehr Sicherheit sorgen.

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