Aktuelle und zukünftige Motoren: Übersicht

Neue VW-Motoren (2018): Vorstellung, Technik, Diesel, Hybrid, Erdgas

VW bringt neuen Zweiliter-Diesel

VW stellt auf dem Wiener Motorensymposium 2018 drei neue Motoren vor. Alle Infos zum 48-Volt-Mildhybrid, zum neuen TGI und zum 2.0 TDI!
Auf dem 39. Wiener Motorensymposium (16. bis 17. Mai 2018) wird Volkswagen drei neue Verbrennungsmotoren vorstellen: einen 48-Volt-Mildhybrid, einen komplett neuen Zweiliter-TDI und einen überarbeiteten Erdgasmotor für den Golf. Die neuen Verbrenner sollen dazu beitragen, dass VW die ab 2020 geltenden CO2-Flottenemmisionen von 95 g/km erreicht.

48-Volt-Mildhybrid soll günstig werden

Die einzelnen Elemente des 48-Volt-Systems. Im Bild der Startergenerator, die Lithium-Ionen-Batterie und der DC/DC-Wandler.

Der Otto-Mildhybrid setzt auf einen 48-Volt-Riemenstartergenerator und eine entsprechende 48-Volt-Batterie. Dabei übernimmt der Startergenerator die Aufgaben der Lichtmaschine und des Anlassers. Mit der Kombination aus Generator und Batterie wird der Antrieb teilweise elektrifiziert – das herkömmliche 12-Volt-Bordnetz für Infotainment und Licht bleibt weiterhin vorhanden. Gespeist wird das 48-Volt-Netz unter anderem durch Rekuperation beim Bremsen. Die Mischung beider Systeme soll vor allem Kosten reduzieren.

Neue VW (2018, 2019, 2020, 2021, 2022)

Erdgasmotor mit mehr Druck

Im "integrierten Ventiltriebsmodul" wird die Nockenwelle in die einteilige Zylinderkopfhaube geschoben. Dabei werden die Nocken erwärmt und die Welle gekühlt.

VW überarbeitet den 2018 eingeführten 1.5 TSI ACT und macht aus ihm einen 1.5 TGI evo. Der Erdgasmotor soll im Golf 130 PS leisten und mit 3,5 kg Erdgas (CNG) auf 100 Kilometer auskommen. Besonders effizient soll der Motor durch das Miller-Brennverfahren werden. Es wird bei Volkswagen in bestimmten Motoren schon seit 2016 angewendet. Hierbei wird das Einlassventil im Zylinder früher geschlossen als bei anderen Brennverfahren. Der Turbolader mit variabler Turbinengeometrie (VTG) gleicht die fehlende Gemischmenge aus. Durch die geringere Öffnungszeit des Ventils muss dabei der Druck im Zylinder schneller aufgebaut werden. Dabei hilft der Turbolader mit VTG und die verstellbare Einlassnockenwelle. Das Miller-Verfahren lässt auch ein höheres Verdichtungsverhältnis zu. Im neuen TGI ist es auf 12,5:1 hochgesetzt worden. Der Motor neigt dank des "Millerns" trotz erhöhter Verdichtung nicht zum Klopfen. Begünstigt wird das durch die bei CNG eh schon hohe Klopffestigkeit von 130 ROZ (Super Benzin 98 ROZ).

TDI immer als Zweiliter

Der neue Zweiliter-Diesel kommt in zwei Leistungsklassen.

Trotz Abgasskandal: Volkswagen schraubt fleißig am Diesel und will ihn sauber machen. In Wien zeigen die Wolfsburger die ersten Daten zum neuen universellen 2.0 TDI. Der neue Selbstzünder soll der erste VW-Dieselhybrid werden. Möglich macht das auch hier ein Riemenstartergenerator. Im Diesel kommt kein 48-Volt-System zum Einsatz – hier reicht das herkömmliche 12-Volt-Bordnetz aus, das um eine Lithium-Ionen-Batterie ergänzt wird. Auch sie speist sich unter anderem durch Rekuperation beim Bremsen. Ausgeliefert wird der Zweiliterdiesel in zwei Leistungsklassen. In der unteren Klasse reicht die Leistung des Aggregats von 136 bis 163 PS, die zweite Leistungsklasse geht sogar bis 204 PS.

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Autor: Andreas Huber

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