Mazda-Sitz aus Biokunststoff

Neue Werkstoffe bei Mazda

— 01.07.2008

Flucht vorm Öl

Mazda forscht an Kunststoffen aus nachwachsenden Rohstoffen, um die Produktion sauber und unabhängig von Öl zu machen. Sitze aus Pflanzenfasern oder Stoßfänger aus Holzwolle kommen schon bald in Serie.

Mazda will die Umwelt nicht nur mit alternativen Antrieben schonen, sondern auch mit neuartigen Kunstoffen, die nicht auf Rohöl, sondern auf nachwachsenden Rohstoffen basieren. Bis 2013 sollen unter anderem Sitze aus Pflanzenfasern oder Stoßfänger aus Holzwolle in Serienfahrzeugen Einzug halten. Vor diesem Hintergrund hat Mazda mit der Universität von Hiroshima jetzt das "Mazda Bioplastic Project" ins Leben gerufen, ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von Kunststoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe und nahrungsmittelfreier Zellulose. Der Grundstoff der biologischen Kunststoffe wird aus Grünschnittabfällen oder Holzwolle hergestellt. Daher steht die Fertigung des neuen Bioplastiks auch nicht in Konkurrenz mit der Lebensmittelproduktion. Da es im Gegensatz zu konventionellem Kunststoff auf Mineralölbasis aus nachwachsenden Rohstoffen besteht, ist die Beschaffung CO2-neutral.

Für den Einsatz im Automobilbau müssen die Kunststoffe laut Mazda bestimmte Eigenschaften erfüllen. Um daraus Stoßstangen oder Instrumententräger fertigen zu können, sollen sie zum Beispiel extrem hitzeresistent, mechanisch belastbar und haltbar sein. Erste Schritte zum Biokunststoff sind bereits gemacht: So hat Mazda bereits den ersten hitzeresistenten und hochfesten Biokunststoff entwickelt sowie die weltweit ersten Fahrzeugsitze gefertigt, die zu 100 Prozent aus Pflanzenfasern bestehen. Beide Biomaterialien kommen im wasserstoffbetriebenen Versuchsträger Mazda Premacy Hydrogen RE Hybrid zum Einsatz, dessen Vermarktung in Japan über ein Leasingprogramm gerade anläuft.

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