Jaguar XF 3.0 D

Die Spitzenmotorisierung, ein V6 mit drei Liter Hubraum, leistet 275 PS. Der Oberklasse-Jaguar XF erhält zwei starke, aber sparsame Dieselmaschinen.

Neuer Diesel im Jaguar XF 3.0 D

— 30.12.2008

Schnurrt gewaltig

Der stärkste Selbstzünder, der jemals einen Jaguar antrieb: 275 PS aus drei Liter Hubraum liefert die neue V6-Maschine im XF. Dabei schnurrt sie stets nur auf Zimmerlautstärke und verbraucht sensationell wenig Sprit.

Schnell, sparsam, leise – das klingt nach dem wandelnden Widerspruch. Jaguar baut ihn ab 2009. Der Widerspruch ist exakt 275 PS stark, 250 (abgeregelte) km/h schnell und verbraucht nach Werksangaben und Euronorm lediglich 6,8 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Und: Der Sechszylinder mit der Typenbezeichnung AJ-V6 im XF Diesel S soll zu den leisesten Dieselmotoren zählen, die derzeit auf der Welt erhältlich sind. Zusammen mit einem etwas schwächeren Zwilling, ebenfalls drei Liter groß, löst er den alten 2,7-Liter-Selbstzünder im Oberklasse-Jaguar ab April 2009 ab. Bei beiden neuen Maschinen kommt die Kraft nicht nur aus den sechs Zylindern: Unter Dampf bringen sie zwei Turbolader, die erstmals in einem V-Motor sequentiell und parallel geschaltet werden können.

In 6,4 Sekunden von 0 auf 100

Die Spitzenmotorisierung, ein V6 mit drei Liter Hubraum, leistet 275 PS.

Durch Common-Rail-Direkteinspritzung mit Hochdruck von bis zu 2000 bar und bis zu fünf Einzel-Injektionen pro Verbrennungszyklus wird die Maschine sparsamer, leiser und weicher, die Verbrennung erfolgt somit gründlicher und sauberer. Daher verwundert es nicht, dass die beiden Selbstzünder bereits die Euro-V-Norm erfüllen, die 2011 in Kraft tritt. Im Vergleich zum Vorgänger, den Jaguar von Peugeot bezog, verbraucht das neue Triebwerk zwölf Prozent weniger Sprit, leistet aber zugleich 33 Prozent mehr – bis zu 600 Nm Drehmoment. Die 275 Katzen-Stärken des Spitzendiesels werden wohl dosiert von einer überarbeiten Sechs-Stufen-Automatik von ZF auf die Straße gebracht. So ausgestattet, sprintet der XF 3.0 D nach Werksangaben in 6,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Für den Zwischenspurt von 85 auf 115 Stundenkilometer soll das Heizöl-Kätzchen nur 3,2 Sekunden benötigen. Gewicht sparen helfen dabei auch die Zylinderköpfe aus Aluminium.

Leistungsträger ab 54.100 Euro

Trotz imponierender Kraftentfaltung verbraucht der Diesel laut Hersteller nur 6,8 Liter auf 100 Kilometer (Euro-Norm).

Der etwas kleinere Bruder hat nahezu identische Leistungen: Aus drei Litern Hubraum entwickelt er bei bis zu 500 Nm Drehmoment 240 PS, die den XF in 7,1 Sekunden von 0 auf 100 beschleunigen. Die Zeitspanne für den raschen Antritt von 85 auf 115 km/h ist mit 3,7 Sekunden nur 0,5 Sekunden länger als beim 275 PS starken Pendant. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 240 km/h – bei identischen Werten für Verbrauch und Emission. Zum Vergleich: Ein Mercedes E 300 Bluetec verbraucht bei 211 PS Leistung laut Hersteller 7,3 Liter auf 100 Kilometer, von 0 auf 100 benötigt er wenigstens 7,7 Sekunden. Der Preis des Mercedes beträgt ab 50.932 Euro. Für den kleinen Jaguar-Diesel zahlt man ab 51.200 Euro, der Leistungsträger ist für ab 54.100 Euro zu haben.

Autor: Roland Wildberg

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