Neuer Formel-1-Bolide präsentiert

Neuer Formel-1-Bolide präsentiert Neuer Formel-1-Bolide präsentiert

Neuer Formel-1-Bolide präsentiert

— 10.01.2005

Großer Bahnhof bei Toyota

Ralf Schumacher und Jarno Trulli als Dream-Team? Als erstes Team stellen die Japaner den TF 105 vor. Hilfe für Flutopfer geplant.

Reichlich Power: TF105 mit 900 PS

Großer Bahnhof für Ralf Schumacher: Vor rund 170 Gästen hat der Neuzugang in Barcelona mit seinem Teamkollegen Jarno Trulli seinen ersten Toyota-Dienstwagen enthüllt. Im historischen Bahnhof Estacio de Franca mitten in der katalanischen Metropole zogen die beiden Fahrer ein rotes Tuch vom rot-weißen TF105, mit dem der Kerpener ab Mitte der Saison auf Podiumsplätze hofft.

Wie alle anderen Teams musste Toyota bei der Entwicklung des Wagens die neuen Regeln berücksichtigen. Der Schwerpunkt der Arbeit von Technik-Direktor Mike Gascoyne und seinem Team lag auf der Verbesserung der Aerodynamik, im vergangenen Jahr der große Schwachpunkt des alten Wagens. Neun Monate wurde im Windkanal gearbeitet. Bis zum Saisonstart am 6. März in Melbourne werden weitere Modifikationen vorgenommen.

In Barcelona präsentierte sich der TF105 als eine Mischung aus dem Weltmeister-Auto von Ferrari und Renault und nicht mehr zu klobig wie 2004. Der Motor, der nach dem neuen Reglement zwei Rennen halten muß, soll erneut 900 PS stark sein und damit zu den leistungsstärksten Formel-1-Aggregaten gehören. "Das Auto schaut ganz gut aus und ist im Detail gut gelungen. Jetzt muß man sehen, ob alles so gut funktioniert wie sich das unsere Aerodynamiker gedacht haben. Ich gehe aber davon aus", meinte Schumacher.

Hilfe für die Flutopfer

Nach sechs Jahren bei BMW-Williams und sechs GP-Siegen sucht der 28jährige beim in Köln stationierten Rennstall eine neue Herausforderung. Eingelebt hat sich "Schumi II" bereits bestens: "Ich fühle mich sehr wohl. Aber das liegt schon an der Grundmentalität, die ist fast schon rheinisch. Das kommt mir natürlich entgegen." Auch Manager Willi Weber schwärmte vom neuen Umfeld: "Sensationell, wie eine große Familie. Unheimlich herzlich und umheimlich professionell."

Wie gut das Arbeitsklima bei Toyota in Köln wirklich ist, davon können sich alle Fans übrigens bald selbst ein Bild machen. Um den Flutopfern in Südostasien zu helfen, öffnen die Japaner erstmals ihre heiligen Hallen für die Öffentlichkeit. In Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz veranstaltet Toyota am 23. Januar einen Tag der offenen Tür. Die Eintrittsgelder von 30 Euro pro Person sollen komplett den Flutopfern zugute kommen. Auch Ralf Schumacher will dabei sein. "Ich denke, daß ich da sein werde. Wenn der Testplan anders aussehen würde, dann würden wir das ändern."

Das Team setzt für das vierte Jahr im Formel-1-Zirkus große Hoffnungen auf sein Piloten-Paar. "Wir haben ein Dream-Team. An den Fahrern kann es nicht liegen, wenn wir die Ziele nicht erreichen", sagte Teamdirektor John Howett. Ralf Schumacher selbst will trotz der großen finanziellen Möglichkeiten von Toyota erstmal keine allzu große Euphorie aufkommen lassen. "Pläne hatte ich in meinem alten Team auch, und die sind nicht aufgegangen", sagte er: "Deshalb bin ich vorsichtig geworden. In diesem Jahr muß Aufbauarbeit geleistet werden. Ich denke, ein realistischer Plan sollte sein, so bald wie möglich um Podiumsplätze mitzufahren. Das sollte vielleicht Mitte des Jahres in greifbare Nähe rücken."

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.