Neuer Opel R5 Corsa

Neuer Opel R5 Corsa

— 18.05.2017

Holzer präsentiert neuen Renner

Die Augsburger Motorsportschmiede geht mit dem selbst entwickelten Allradler in die Offensive. Die Zukunft ist noch unklar.

Großer Auftrieb schon vor dem Start der Rallye Portugal. Mitten im Servicepark, der in Porto teilweise in Messehallen aufgebaut ist, präsentierte Holzer Motorsport ein selbst entwickeltes Auto für die sogenannte Kategorie R5. Der von Firmenchef Günther Holzer enthüllte Renner basiert auf einem Opel Corsa und hat alles an Bord, was man in der R5-Klasse zum Siegen braucht: Der vom Liechtensteiner „Turbo-Pabst“ Lehmann getunte 1,6-Liter-Motor hat rund 280 PS Leistung. Der Allradantrieb ist wie in dieser Klasse üblich nachgerüstet. Das sequenziell geschaltete Fünfganggetriebe stammt vom französischen Zulieferer 3MO.

Doch die Zukunft des Projektes ist unklar. „Wir hatten die Genehmigung von Opel, das Auto zu entwickeln“, sagt Holzer. Aber für den nächsten Schritt, die Zulassung zum Motorsport (Homologation), fehlt noch die Zustimmung aus Rüsselsheim. Was die Sache kompliziert macht: Opel gehört inzwischen zum französischen PSA-Konzern. Dessen Chef Carlos Tavares (58) ist zwar ausgewiesener Motorsport-Fan, hat mit dem Citroën DS3 und dem Peugeot 208 aber bereits zwei R-Boliden im Haus. „Wir könnten morgen mit dem Homologationsprozess anfangen“, bekräftigt Holzer.

Holzer ist überzeugt, einen R5-Opel kostendeckend anbieten zu können. Der Verkaufspreis ist von der FIA zwar auf rund 180.000 Euro limitiert. Doch das eigentliche Geschäft wird mit extra zu bezahlenden Spezialteilen und Ersatzteilverkauf gemacht. „Das Interesse von Opel-Importeuren und privaten Teams ist riesig“, verrät Holzer.   

Sein Trumpf: Der Citroën und der Peugeot gehören zu den ältesten Autos in der Kategorie R5, sind zumindest auf WM-Ebene in der WRC2 längst nicht mehr konkurrenzfähig. Die Klasse wird dominiert von Skoda – gefahren auch in der Deutschen Meisterschaft vom AUTO BILD MOTORSPORT unterstützten Titelverteidiger Fabian Kreim (24) – und Ford. 2018 will der viermalige Marken-Weltmeister Volkswagen mit einer R5-Version des Polo die Szene aufmischen, in der auch Hyundai vertreten ist.

Zumindest kennt sich Günther Holzer in den Strukturen bei Opel bestens aus. Seine zusammen mit Bruder Ronald aufgebaute Firma arbeitet schon seit 21 Jahren für Opel, setzte früher Opel-Tourenwagen unter anderem in der DTM ein. Momentan setzt Holzer Motorsport das Opel Junior Team in der Rallye-Europameisterschaft ein und organisiert den deutschen ADAC Opel Rallye Cup.

Autor: Christian Schön

Fotos: Hersteller

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