Neuer Streit ums Milliardengrab

Neuer Streit ums Milliardengrab

— 09.06.2004

Daimler will Mitsubishi verklagen

DaimlerChrysler sieht seinen guten Ruf geschädigt – wegen vertuschter Rückrufe und unseriöser Geschäftspraktiken.

mid/hs Wegen der jahrelang vertuschten Qualitätsmängel beim japanischen Lkw- und Bus-Hersteller will der Autokonzern DaimlerChrysler als Fuso-Mehrheitsaktionär gegen den früheren Eigentümer Mitsubishi Motors (MMC) klagen. Nach Angaben der Financial Times Deutschland hatten die Rückrufaktionen nicht nur Kosten in zweistelliger Millionen-Euro-Höhe verursacht, sondern Fuso großen Imageschaden zugefügt. Über die Größenordnung möglicher Schadenersatzforderungen wollte sich der Stuttgarter Autokonzern gegenüber der Zeitschrift nicht äußern.

Fuso hatte in den vergangenen Wochen rund 300.000 Lastwagen wegen Defekten zurückrufen müssen. Dabei waren die Mängel über Jahre vertuscht worden. Die jüngste Rückruf-Aktion bezog sich auf 170.000 schwere Lkw aus den Jahren 1983 bis 1996. Damals war Fuso noch Teil von MMC und gehörte nicht zu DaimlerChrysler. Deshalb richten sich mögliche Ansprüche auf Schadenersatz auch gegen den japanischen Konzern. DaimlerChrysler hatte im April 2003 zunächst 43 Prozent am japanischen Nutzfahrzeug-Marktführer übernommen und den Anteil kürzlich auf 65 Prozent aufgestockt.

Jüngst legte Fuso eine neue 93 Punkte umfassende Mängelliste vor. Der Lkw-Bauer räumte auch ein, dass einige der Mängel zu Unfällen geführt hätten, bei denen es Verletzte gegeben habe.

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